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Dir auch wachse heran Nachkommenschaft, welche des Vaters Thaten vermehrt und den Greis achtungverdienend umsteht.
Keiner verschweige des Wegs Prachtbau, der im strahlenden Alba, Oder auf Tusculums Grund Laren der Väter verehrt:
Denn hier lässest du bauen aus eigenen Mitteln die Strasse, Auf grobkörnigem Kies fügt man die Quadern mit Kunst.
Dich preist, wenn aus der mächtigen Stadt spät Abends der Landmann Kommt, und er sicheren Schritts heim zu den Seinen gelangt.
Doch du Tag der Geburt, durch Reihen der Jahre zu feiern, Strahlender kehre zurück, zeige dich strahlender stets!
I. 10. Sehnsucht nach dem Frieden.
Wer war's, welcher zuerst die entsetzlichen Schwerter erfunden? Wahrlich ein eisernes Herz hatte der grausame Mann!
Da entstanden die Schlachten dem Menschengeschlecht und das Morden, Und für den schaurigen Tod fand man den kürzesten Weg.
Aber der Arme verschuldete nichts; wir selber verwandten Uns zum Leid, was er gegen die Thiere verlieh.
Nur das bereichernde Gold ist schuld; nicht hörte man Kriegslärm, Als noch Becher von Holz standen bei heiligem Mahl.
Nicht gab's Wälle und Burgen, es konnte der Hirte noch sorglos Hin sich strecken zur Ruh unter dem farbigen Vieh.
Lebt’ ich doch da! nicht kennt’ ich die traurigen Waffen des Pöbels, Hätte das Schlachthorn nicht pochenden Herzens gehört!
Hin in den Krieg werd' jetzt ich geschleppt, und es führet ein Feind wohl Schon in der Hand das Geschoss, das mir die Seite durchbohrt. Doch ihr, Laren der Väter, beschirmt mich! Pflegtet ihr doch mich
Als ich, ein Kind noch, sprang euch vor den Füssen herum. Seid nicht böse, dass alt ihr seid und aus Holze gefertigt; Habt ihr so doch den Sitz unseres Ahnen bewohnt! Damals wahrte man besser die Treu', als ärmlich und einfach Noch aus Holze der Gott stand in dem niederen Haus! Leicht war dieser versöhnt, wenn Jemand Trauben geopfert, Oder dem heiligen Haar Kränze von Aehren geweiht.


