Aufsatz 
Kurze geschichtliche Darstellung der alten lateinischen Schule und des darauf gefolgten ehemaligen Pädagogs zu Dillenburg
Entstehung
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§. 4. Stiftung des Pädagogs.

Endlich erfolgte fuͤr die hieſige lateiniſche Schule, unter der Regierung Wilhelms des Vten, 1774 eine guͤnſtigere Periode.

§. 5. Namen, Dienſtjahre, der Ephoren, Conrectoren und Magiſter von 1774 1817.

Nicht nur wurde damals die ſo lange vacant gebliebene dritte Stelle wieder mit einem Lehrer beſetzt, ſondern kurz darauf traten in die obern Lehr⸗ Aemter Maͤnner ein, welche man im Vaterlande mit Hochachtung und Dank⸗ barkeit nennt.

I1) Das Ephorat fuͤhrte zu der Zeit, der wuͤrdige Oberconſiſtorialrath und erſte Prediger zu Dillenburg Wilhelm Heinrich Seel, geboren den 25ten Maͤrz 1725, zu Neunkirchen in der Grafſchaft Sayn⸗Hachenburg, ein Sohn des daſigen Predigers.

Derſelbe hatte Predigerſtelten an vielen Orten bekleidet und wurde als Oberconſiſtorialrath und erſter Prediger am 17ten November 1771, zu Dillen⸗ burg eingeſetzt. Er ſtarb am Kirchenaltare zu Herborn, bey der Einſetzung des

Profeſſors Fuchs, zum erſten Prediger daſelbſt, am 21ten April 1793, an ei⸗ nem Schlagfluſſe. Seine Schriften ſind:

1) Freundſchaftliche Briefe uͤber anmuthige Wahrheiten, 1752, 8.

2) Lob und Gedaͤchtnißrede auf Wilhelm, Karl, Heinrich, Friſo, Prin⸗

zen von Oranien, 1752, 4.

3) Gott iſt die Liebe, eine Predigt, 1769, 3.

4) Standrede bey der Todesſtrafe einer Kindermoͤrderin, 1778, 8.

5) Briefe uͤber das Preußiſche Religions⸗Edict, 1789, 3.

6) Plan Gottes zur Erziehung und Beſeeligung des Menſchengeſchlauhts

durch Jeſum, 1791, 8. 7) Die Pſalmen Davids in einer neuen Ueberſetzung, 1786, 3.