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Bey dieſen Verhaͤltniſſen blieb dem Grafen weiter nichts uͤbrig, als die Beſoldungen der Lehrer, an der eben angelegten Schule zu Dillenburg, auf ſeine Kellnerey⸗Kaſſe zu uͤbernehmen.
Durch dieſen Umſtand fielen die Beſoldungen gering aus: Adam Schweitzer, zweyter Lehrer, oder Unterſchulmeiſter, hatte, 1550, jaͤhrlich 32 Gul⸗ den Beſoldung. Eine gleiche Beſoldung bezog Martin Zan, der bis Michaelis 1561 denſelben Dienſt hatte.
Nur bey dem niedrigen Preiſe aller Lebensbeduͤrfniſſe war es den Ange⸗ ſtellten damals moͤglich mit ſolchen Beſoldungen auszukommen.
Um dieſe Zeit koſtete naͤmlich die Meſte Korn 16 und die Meſte Waizen 20 Kreuzer, die Maß guten Rheinweins 36 Kreuzer, das Pfund Ochſenfleiſch 4* Pfennig, das Pfund Schweinefleiſch 2 Kreuzer 1 Pfennig, eine Gans 4½ Kreu⸗ zer, ein fettes Huhn 2 Kreuzer, ein Hammel 30 Kreuzer. Die uͤbrigen Noth⸗ wendigkeiten waren verhaͤltnißmaͤßig eben ſo gering im Preiſe. 4)
Die Zeit der Reformation, in und nach welcher die Schaͤtze Amerika's in ſo großen Maſſen nach Europa uͤbergefuͤhrt wurden, ſcheidet die alte Wohl⸗ feilheit von der ſpaͤtern, immer geſtiegenen Theuerung; weil das Geld im Werthe ſank. 5)
.9 Mit 500 Thalern, referirt ein ekannter Schriftſteller, 6) reichte man da vor der Reformation hin, wo man jezt 30000 Reichsthaler braucht.
§. 2. Die Namen und die Dienſtzeit der Lehrer.
Obgleich von ihrem oͤffentlichen wie von ihrem haͤuslichen geben mir keine genauere Umſtaͤnde bekannt ſind: ſo fuͤhre ich dennoch die Namen dieſer Maͤnner mit Vergnuͤgen auf..
4) Steubings Top. v. H. S. 304. u. folg.
5) Robertſon Geſch. K. Karls d. Vten und Adam Shmit über den National⸗ Reichthum.
6) Bergſträßer Biographie des Korn. Nep. Frankfurt 1782, S. 547.


