Aufsatz 
De privatis gymnasii discipulorum studiis, privatque imprimis veterum scriptorum lectione, prima in literis proviciendi conditione atque causa
Entstehung
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Der öffentliche und unentgeltliche Gesangunterricht, woran jeder Gymnasiast nur eine Stunde wöchentlich Theil zu nehmen verpflichtet ist, wurde vom Gesanglehrer Drös nach dessen Liederheften in mehreren Ab- theilungen ertheilt. Freiwillige Theilnahme veranlasste, mit Ausschluss der einen allgemeinen wöchentlichen Gesangstunde: 1) eine Singelasse für vierstimmige Männergesänge, 1 St. mit 34 Mlitgliedern in 2 Abtheilungen; 2) eine Singelasse für zwei- und dreistimmige Männergesänge, 1 St. mit 43 Migl.; 5) eine Singclasse für Alt und Sopran, 1 St. mit 24 Mitgl.; 4) eine Singclasse für katholische Theologen, 1 St. mit 26 Mitgl.

In neuern Sprachen(englisch und italieniseh) wurde der Unterricht von dem betreffenden Lehrer Prof. Barbieux privatim in doppelten Abthei- lungen ertheilt. 324

In alten Sprachen bedurften nur Unfleissige und Verekumte des beson- deren Privatunterrichtes, da die betreffenden Lehrer und Ordinarien sich

es angelegen seyn liessen, unentgeltliche Nachhülfe zu ertheilen und Pri-

vatarbeiten zu leiten und anzuregen.

Zu musikalischen Uebungen steht jedem Schüler, der die nöthigen Vorkenntnisse besitzt und sonst persönliches Vertrauen sich erworben hat, der Gebrauch des grossen Pianoforte der Anstalt, auch ohne Gegenwart eines Lehrers, offen. Ausserdem hat sich seit vorigem Jahre, mit Geneh- migung Herzogl. Landesregierung, unter der unentgeltlichen Leitung des Gesang- und Masiklehrers der Anstalt, Drös, ein freiwilliger, nur aus Gym- nasiasten bestehender, musikaliseher Verein gebildet, welcher jetzt 29 Mit-

glieder und folgende Iustrumente enthält: 6 Flöten; 5 Clarinetten; 2 Horn; 2 Trompeten; 1 Rlappenhoru; 1 Fagott; 2 Posaunen; 5 Violinen; 1 Viole; 1 Violoncell; 1 Contrebass; 1 kleine und 1 grosse Trommel. Dieser Verein besorgt jetzt bei den Gymnasial-Concerten allein und ohne weitere Unterstützung die Begleitung der Gesänge u. s. w. Um unbemit⸗ telten Gymnasiasten Ausgaben zu ersparen, sind kostbarere Instrumente aus den Mitteln des Studienfonds angeschafft worden, für die Summe von 4 Handert Gulden, als bleibendes Eigenthum des Gymnasiums.