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Auch ſoll das Colzarine nicht dieſelbe zerſtörende Wirkung auf den Lederlappen des Kolbens ausüben, wie das Erdöl. e
Wir können die Betrachtung der verſchiedenen Lampeneinrichtungen nicht verlaſſen, ohne noch einige Worte über die ſogenannten Schirme geſagt zu haben.
Lampenſchirme ſind überhaupt dazu da, theils um das Licht nach beſtimmten Richtungen, oder nach allen Seiten zu werfen, theils um zu verhindern, daß das Auge direkt in die Flamme ſehen kann.— Man hat undurchſichtige: Metall⸗, Papier ⸗„Pappſchirme und halbdurchſichtige: Milchgläſer, mattgeſchliffene Glaskugeln.
Die undurchſichtigen Schirme, welche innwendig der beſſeren Reflexion und größeren Hellig⸗ keit wegen weiß lakirt werden, haben den Vorzug, daß ſie alles Licht nach unten werfen, weshalb ſelbſt eine ſchwache Flamme, wie bei der Studirlampe, noch Helligkeit genug gibt, um dabei arbeiten zu können. Dieſer Vorzug iſt aber zugleich ein Nachtheil, denn weil der Schirm kein Licht durch⸗ läßt, ſo iſt es im Zimmer dunkel und die Augen ſehen bald ins Helle, wenn ſie ſich nach unten, bald ins Dunkele, wenn ſie ſich nach oben und nach den Seiten richten. Bei den Kranzlampen, welche in Sälen hoch aufgehängt werden und einen flachen Metallſchirm haben, iſt dieſer Umſtand von geringer Bedeutung. Unten und ſeitwärts iſt es ausreichend hell, wenn auch die Decke ziem⸗ lich dunkel bleibt. Das Auge ſieht ja doch ſelten in die Höhe.
Aus demſelben Grunde wird bei Gasflammen, wenn ſie hoch hängen, eine Glasglocke an⸗ gewandt, die nur in der oberen Hälfte mattgeſchliffen iſt. Auf dieſe Art fällt faſt alles Licht, ohne den Augen ſchaden zu können, nach unten. 1
Die halbdurchſichtigen Schirme nun laſſen Theil des Lichtes hindurch. Deshalb wird zwar weniger Licht nach unten reflectirt, aber immer noch genug, wenn die Flamme einigermaßen hell iſt, um dabei arbeiten zu können. Sie machen das Zimmer angenehm hell, und dienen bei einigen Lampen zugleich dazu um den Schatten zu zerſtören, den das Oelgefäß werfen würde. Außerdem leidet das Auge nicht; es iſt kein zu greller Abſtich zwiſchen Dunkelheit und Helle und der Schirm iſt undurchſichtig genug um zu verhindern, daß man die Flamme direct ſehen könne. Will man nun das nach unten geworfene Licht verſtärken, ohne gerade das Zimmer völlig zu verdunkeln, ſo kann man über dem Milchglas, oder der Glaskugel durchbrochene Papierſchirme anbringen.
Die beſte Lampe.
Nach all Dieſem dürfte ſich nun die Frage aufdrängen, welches denn eigentlich die beſte Lampe ſei. Dieſe Frage läßt ſich einfach ſo beantworten: Diejenige Lampe iſt die beſte, welche bei dem geringſten Oelverbrauch die größte Lichtſtärke beſitzt.
In dieſer Allgemeinheit freilich ſcheint die Antwort für die Praxis nicht abſonderlich troſtreich zu ſein, läßt ſich aber leicht auf einem durchaus nutzbaren Standpunkt bringen. Was zunächſt den Verbrauch an Leuchtmaterial betrifft, ſo kann Jeder ohne Schwierigkeit erfahren, wieviel eine Lampe etwa per Stunde verbraucht, wenn er beachtet, in wie viel Zeit ein gewiſſes Quantum Oel, Talg,


