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An hour's gone by, an hour or two, And as she calls his name aloud, But still we're far from night, Her voice is thin and strange When lol there glides along the quay As night-winds in the standing A lady like a light. reeds
When the moon's about to change. Vou could not tell how tall she was
So heaved the light and fell; She’s opened wide her bridal arms, The shining of enchanted gems, She's bent her wintry face;— The waving of a veil, What ails, what ails Geoffrey She drifts along the golden deck Rudel? And stands before Rudel. He has fallen from his place. But as she bends to kiss Rudel He's fallen plumb across the board He starts to meet her eyes, Without a word or sign,
That glitter in her ancient skin His golden locks that stream so bright, Like Fire that never dies. Are dabbled in the wine.
But as she bends to clasp Rudel, He's opened wide his dazzled eyes, He trembles'neath her hair, Dead in a face of stone.
Ravelled in many a snowy ring Into the windy dark of Death About her shoulders bare. His spirit drifts alone.——
Weicht schon die Darstellung, wie Rudel dem Liebeswahn verfällt(erster Teil), von der herkömmlichen beträchtlich ab, so entfernt sich die Dichterin im zweiten Teil völlig von der Über- lieferung: das gemalte Bildnis, durch dessen Reize der Troubadour auf den ersten Blick bezwungen worden, stellt eine luúngst Geschiedene dar, deren gespenstische Erscheinung an Bord schwebt, um ihren Säúnger in die bräutlichen Knochenarme zu schliessen. Es ist packend und erschütternd, wie die sechs knappen Zeilen, die im Eingang die Macht der allbezwingenden Liebe verdeutlichen, am Schluss fast Wort für Wort wieder- kehren, dadurch sinnfällig beweisend, dass höchstes Glück und namenloses Grauen sich in denselben Wirkungen äussern können.
Wie die Verfasserin zu der zundächst so befremdenden Lösung kam, ist mir ganz klar. Ausser Melissinde ist auch ihre Mutter Hodierne(oder Odierna) als diejenige bezeichnet worden, der Rudels Werbung galt; ja, es werden noch zwei weitere Gräfinnen von Tripolis genannt,¹) die als Gegenstand seiner Huldigungen und als Ziel seiner romantischen Fahrt in Betracht kommen könnten. War es für eine Dichterphantasie nicht lockend sich auszumalen, was geschehen konnte, wenn die angebetete und
¹) Vgl. N. Scheid in den Frankf. Zeitgem. Broschüren XXII, 316.


