42 Es kommt nun vor, daß in unſeren Büchern Beträge bereits im nächſten Monate verbucht ſind, während dieſelben im Konto⸗Korrent ſchon früher erſcheinen. In unſerem Beiſpiele ſind die Poſten von Mk. 850.—, 1000.—, 458.45 bezw. 1548.78 und 1917.77 im Februar gebucht, Müller& Co. aber bringen dieſelben bereits im Januar⸗Konto⸗Korrent. Derartige Poſten ſtellen wir in Summa auf jene Seite unſerer Aufſtellung ein, auf welcher ſie im Konto⸗Korrentbuche ſtehen, bezeichnen ſie als„punktierte“ Poſten und verſehen dieſelben mit einem Punkt oder Ringelchen.
Jetzt gehen wir die Sollſeite des Kontobuches durch, um jene Poſten zu ermitteln, welche nicht abgeſtrichen wurden—„offen“ geblieben ſind— und ſagen uns: dieſe Poſten bringen Müller& Co. im Konto⸗Korrent nicht, wir ſtornieren dieſelben daher proviſoriſch, indem wir die Beträge in das Haben der Aufſtellung mit dem dazugehörigen Texte einſetzen. Dann ſehen wir die Habenſeite des Konto⸗Korrentbuches durch, belaſten unſeren Geſchäftsfreund per Storno für die offenen Poſten.
Nun nehmen wir den Konto⸗Auszug zur Hand, ſehen auf der Sollſeite nach, ob und welche Poſten offen bleiben, alſo für welche Beträge Müller& Co. bei uns nicht erkannt erſcheinen. Dieſer Beträge kreditieren wir den Genannten vorläufig in der Aufſtellung; die offenen Habenpoſten des Konto⸗Korrent kommen in ähnlicher Weiſe auf die Sollſeite.
Wird hierauf der Saldo des Konto⸗Auszuges, natürlich entgegengeſetzt dem Konto⸗Korrent, in die Aufſtellung eingeſetzt, und die letztere addiert, ſo müſſen die Summen der Soll⸗ und Habenſeite übereinſtimmen, als Beweis, daß die Abſtimmung richtig iſt. Iſt dies nicht der Fall, dann iſt eben ein Fehler unterlaufen, ſei es bei den Additionen, ſei es beim Abſtreichen oder bei der Üübertragung der offenen Poſten, und es erübrigt nichts, als die Arbeit mit größerer Sorgfalt noch einmal zu machen.
Faſſen wir die Aufſtellung etwas näher ins Auge, ſo bemerken wir, daß dieſelbe nichts anderes iſt, als ein Auszug aus dem Konto⸗Korrentbuche, auf welchem vorläufig, ohne Prüfung auf die Rechtmäßigkeit, unſer Konto nach den Angaben des uns über⸗ ſandten Konto⸗Korrent richtig geſtellt iſt. Nun erſt können wir auf Grund dieſer über⸗ ſichtlichen Zuſammenſtellung und mit Hilfe der Nebenbücher, Kopierbücher ꝛc. nachſehen, in wieweit die Differenzen zu ordnen ſind.
Ehe wir nun weitere Erläuterungen über die Abſtimmung der Konti⸗Korrenti folgen laſſen, müſſen wir, wegen beſſerem Verſtändniſſe des ſpäter Geſagten, einige Beiſpiele über die Austragung ſolcher Differenzen geben. Bei der Durchſicht der Aufſtellung vergleichen wir zunächſt die offenen Buchpoſten mit den offenen Konto⸗Korrent⸗Poſten, um zu ſehen, ob nicht aus dem Texte oder dgl. ein Zuſammenhang zwiſchen der einen oder anderen Poſt zu finden iſt.
Am 18. Januar ſind im Soll der Aufſtellung Mk. 2500.— für Valuten als offen angeführt, desgleichen im Haben Mk. 1875.— für Valuten; im Konto⸗Korrent hingegen erſcheinen unterm 20. Mk. 625.— ebenfalls für Valuten unerledigt. Offenbar bringen die Geſchäftsfreunde nur die Differenz von 1875.— auf 2500.—; wir können daher die erwähnten Beträge in der Aufſtellung abſtreichen. Am 6. Januar ſind im Haben der Aufſtellung Mk. 1600.— und 964.85 für An⸗ weiſungen, im Konto⸗Korrent Mk. 2564.85 unter dem 4. Januar offen geblieben. Müller& Co. führen die Summe der beiden Beträge an, während ſie in unſeren Büchern en detail aufgetragen wurden. Auch dieſe beiden Beträge haken wir pro et contra ab. Weiter ſind in der Aufſtellung auf der Habenſeite für Nachnahme Mk. 249.68 und im Soll für denſelben Gegenſtand Mk. 429.68 offen. Augenſcheinlich liegt hier eine Verſchreibung vor. Wir gehen der Sache nach und finden, daß wir falſch gebucht haben. Die Richtigſtellung erfolgt durch Belaſtung im Konto⸗Korrentbuche


