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Nachbemerkungen und Literaturangaben
Als Herr Oberstudiendirektor Heyder mich bat, eine wissenschaftliche, aber doch zugleich volkstümliche und für die reiferen Schüler und deren Eltern verständliche Abhandlung als Beigabe für den Jahresbericht zu verfassen, griff ich gern auf eine Untersuchung zurück, die ich schon vor vielen Jahren begonnen und, zur Mitarbeit an der Festschrift für B. Delbrück gebeten, zum Teil. in den ‚Indogermanischen Forschungen“(XXXI. Band) veröffent- licht hatte. Bei der Vorbereitung meiner demnächst bei Velhagen & Klasing erscheinenden Ausgabe der ‚Menaechmi' des Plautus be- absichtigte ich den inzwischen vermehrten und vertieften Stoff als Einleitung zu geben, aber die Ausarbeitung erwies sich hierfür als zu umfangreich. Um so lieber bringe ich nun die von literarisch Ein- gestellten in den Indog. Forsch.“ kaum gesuchten, den Sprach- forschern selbst aber weniger wichtigen Darlegungen in erweiterter Gestalt zur Kenntnis eines größeren Kreises, der daraus zugleich ein Stück kulturgeschichtlicher und literatur- geschichtlicher Arbeits- und Betrachtungs- weise kennen lernt, wie wir sie heute im humanistischen Gym- nasium statt des früher mehr grammatischen Betriebes in den Ober- klassen in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen pflegen.
Mit Dank nenne ich die wichtigsten Werke, die für die Fülle des Stoffes Vorarbeit geleistet haben. Die wichtige zusammenfassende Schrift von J. L. Heiberg Geisteskrankheiten im klassischen Altertum“, Allgemeine Zeitschrift für Psychiatrie und psychisch- gerichtliche Medizin“, hrsg. von Georg IIberg, 86. Band(1927), S. 1 bis 44, konnte ich erst jetzt nach Fertigstellung meiner Abhandlung durch die Güte der Senckenbergischen Bibliothek in Frankfurt und freundliche Vermittlung der hiesigen Stadtbibliothek bekommen. Ihr Hauptverdienst liegt in der ausführlichen Behandlung des Stof- fes bei den griechischen und römischen Medizinern.
Erwin Rohde, Psyche. Seelencult und Unsterblichkeitsglaube der Griechen. 2 Bde. 3. Aufl. Tübingen und Leipzig 1903.
Max Bartels, Das medizinische Können der Naturvölker', im IIandbuch der Geschichte der Medizin, begründet von Th. Pusch- mann, hrsg. von M. Neuburger und J. Pagel. I. Band. Jena 1902.
Robert Fuchs, Altgriechische Medizin', ebenda. Iwan Bloch, Altrömische Medizin', ebenda.
Otto Körner,„Wesen und Wert der homerischen Heilkunde“ Wiesbaden 1904.


