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D. Phyſikalien. Geſchenkt: Von den Schülern A. Glöckler I: Farbenkreiſel; E. Haiß I: Rampe; G. Kron II: Capillarröhrchen, Kochflaſche und Spirituslampe.
E. Sonſtiges. Erkauft: Von Herrn Unſin in Königſtein: Modell zur Veranſchaulichung der neuen Maße und Gewichte.— Vier Transporteure.
Die Jewaltigen Ereigniſſe der letzten acht Monate haben naturgemäß auch unſer Schulleben nicht unberührt gelaſſen. So viel an uns lag, ſuchten wir im Hinblick auf dieſelben Liebe für unſer großes deutſches Vaterland bei unſern Schülern zu nähren. Als wir uns nach den Sommerferien, bei deren Beginne wir noch keine Ahnung vom Kriege hatten, zum erſtenmale wieder in der Schule einfanden, verſammelten wir die oberen und mittleren Klaſſen in der Turnhalle und ſuchten durch eine Anſprache die Knaben auf den Ernſt der Zeit und auf das, was dieſe ernſte Zeit auch von ihnen verlange, aufmerkſam zu machen; einigen unſerer Schüler, die ſich bis dahin an der Ver⸗ pflegung der durchziehenden Krieger betheiligt hatten, erlaubten wir gerne, dies auch noch weiterhin zu thun; bei Nachrichten von großen Erfolgen, wie bei Metz und Sedan, ſchmückten wir das Schul⸗ haus nach Maßgabe der Mittel, die uns dazu zu Gebote ſtehen; im Unterrichte— z. B. in der Geſchichte, der deutſchen Sprache und hie und da auch in andern Fächern— berührten wir da, wo es paſſend ſchien, die Zeitereigniſſe. Wir ſuchten dabei nur die naheliegende Gefahr, von dem uns für den Unterricht vorgeſteckten Ziele abzuirren, möglichſt zu vermeiden.
Für den Erfolg des Unterrichts übrigens war die Bewegtheit dieſer Zeit nicht günſtig. Gar Manches lenkte im Laufe dieſer Monate die Aufmerkſamkeit der Jugend öfters von den zu behan⸗ delnden Gegenſtänden ab, und auch das wohl mehrmals ausgeſprochene Wort,„unſere Krieger hätten ihre Pflicht gethan, die Schüler ſollten nun auch die ihrige thun“, wirkte nicht immer.
Auch Anderes hemmte in einigen Klaſſen den Erfolg des Unterrichts. Namentlich die Kränklichkeit unſeres Kollegen Herrn Zinndorf und der damit im Zuſammenhange ſtehende öftere Lehrerwechſel. Herr Zinndorf erkrankte wenige Tage nach Beginn des Sommerhalbjahres; er mußte eine Badekur gebrauchen; erſt am 5. September begann er wieder einen Theil ſeines Unterrichts zu geben; von einem andern Theile desſelben iſt er in Betracht ſeines leidenden Zuſtandes durch hoch⸗ würdige Conſiſtorien, einſtweilen bis zum Schluſſe des Schuljahres, befreit worden. Ihn erſetzten anfangs die Herren Phil. Greuling und Dr. C. Freſenius. Von Pfingſten an aber waren beide durch Üvernahme anderer Ämter verhindert. Es traten nun die Herren Jaſper, Trumpff, Stahl und unſer Kollege Herr Roth ein. Herr Jaſper aber ging im Juli zum Heere ab. Nun übernahm unſer Kollege Herr Prieſter einige Stunden.— Wir ſind uns deſſen bewußt, daß unter


