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Beziehungen zwischen Schule und Haus darauf hin, daß man bei dem überall mit großem Eifer gegen die Schundliteratur geführten Kampf ganz die Schädigungen übersehe, die unsere Zeitungen Tag für Tag dem empfänglichen Gemüte der Jugend zufügen.„Nun sind ja gewiß die Zeitungen nicht für die Kinder bestimmt; aber wer vermag sie ihnen denn ganz fernzuhalten? Und wie viel ab- scheuliche Dinge kommen da vor die Augen der Kinder!“ pflicht der Eltern ist es, hier die Augen offen zu halten und die drohenden Schäden von ihren Kindern fernzuhalten.
Bei der grundlegenden Bedeutung dieser Frage der guten und schlechten Lektüre für die Jugend der höheren Schule und ihre Er- ziehung dürfte eine auf ihre Lösung hinweisende, eingehende Be- lehrung unserer jungen Kandidaten in den Seminaren der höheren Schulen dringend wünschenswert erscheinen. Sollte aber auch einer der im Schuldienst wirkenden Amtsgenossen sich durch diese Aus- führungen angeregt fühlen, sein Augenmerk auf die Wichtigkeit der Erziehung unserer Schüler zur guten Lektüre und des hiermit ver- bundenen, unerbittlichen Kampfes gegen die Schundliteratur mehr als bisher hinzulenken, so wäre der Zweck dieser Zeilen erreicht.
Von den Eltern der Schüler jedoch darf die Schule erwarten, daß dieselben den Lehrern und Erziehern der Jugend vertrauendes Entgegenkommen zeigen und den Bestrebungen und Maßnahmen der Schule zum Schutze der jJugend gegen schlechte Lektüre ver- ständnisvolle Unterstützung gewähren.
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