Aufsatz 
Posener Märchen. Ein Beitrag zur Heimat- und Volkskunde der Provinz Posen
Entstehung
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Die Bniner Juden näherten ſich ihm nur ſchüchtern. Doch wie groß war ihr Erſtaunen, als ſie in dem reichen Händler den totgeglaubten Kaſper erkannten! Einer entſchloß ſich, ihn zu fragen, ob er der Kaſper wäre.Ja, ich bin der Kaſper, den ihr geſtern ertränkt habt, antwortete er; doch ihr habt mir damit kein Unrecht getan, denn ich bin ein reicher Mann dadurch geworden. Ich hatte nur wenige Groſchen in der Taſche, und dafür habe ich mir in der andern Welt dies alles, was ihr hier ſeht, gekauft. Dort wird ganz anders Handel getrieben. Für wenig Geld kann man dort ſchon ein reicher Mann werden. Die Iunden bekamen Luſt, auch ſo viel Geld zu verdienen, und baten Kaſper, er möchte ihnen doch dazu behilflich ſein. Kaſper willigte ein. Jeder ſteckte das Geld zu ſich, das er beſaß, und nun führte Kaſper ſie an den See und zeigte ihnen im See eine Stelle, wo im Jenſeits der Jahrmarkt ſtattfinde. Darauf faßte er einen, der gern der erſte ſein wollte, und warf ihn ins Waſſer. Als nun an der Stelle die Luftblaſen in die Höhe ſtiegen, machte Kaſper die übrigen Juden darauf aufmerkſam und ſagte, das Aufſteigen der Blaſen ſei ein ſicheres Zeichen dafür, daß der Untergegangene bereits Geſchäfte mache. Nun waren auch die andern nicht mehr zu halten, aus Angſt, jener könnte ihnen alles wegkaufen, und ſie ſprangen alle in den See und ertranken. In Bnin aber gibt es ſeit der Seit keine Juden mehr.

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