48 und umgekehrt bei dem Ministerialplan bis IV einschl., bei dem Frankfurter Plan bis III 1 einschl. chne Schwierigkeit geschehen.
Die von den Städtischen Behörden beschlossene Umwandlung der Wechselcöten in Parallel- klassen hat ebenfalls Ostern 1892 ihren Anfang genommen. Für die Vorschule ließ sich die- selbe leicht auf einmal vollziehen; die Klassen derselben, welche bisher O(Oster) 1, M(Michaelis) 1, 0 2, M 2, 0 3, M 3 hießen, werden nun mit la, 1, 2a, 2b, Za, 3b bezeichnet. Die M VI plieb bis zum Abschlusse ihres Kursus, bis Herbst 1892, pestehen und fiel dann weg; ebenso wird M V nur bis Herbst 1893, M IV nur bis Herbst 1894 u. s. w. fortgeführt werden. Da- qurch hat die Wöhlerschule bis zur Vollendung dieser Umwandlung wührend der Winterhalb- jahre 25 und während der Sommerhalbjahre 26 Klassen.
Schon die Berliner Dezemberkonferenz des Jahres 1890 hatte es als unerläßlich be- zeichnet, daß auf dem Gebiete des höheren Schulwesens künftighin nicht mehr so umfangreiche Organisationen in der Hand und unter der Verantwortlichkeit eines Leiters sich befinden sollten; vielmehr sei es als das Richtige anzusehen, wenn der Direktor nur ein einfaches, nicht aber ein doppeltes Schulsstem zu leiten habe. Was die Wöhlerschule angeht, so hat sie nicht nur von der untersten Vorschulklasse bis zur Oberprima Doppelklassen, sondern war auch bisher nach dem System der Wechselcöten eingerichtet, wodurch in jedem Halbjahre die Geschäfte eines ganzen Schuljahres abgewickelt werden müssen; in den 3 oberen Klassen geht sie in eine Real- gymnasial- und eine Handelsseite auseinander, und hat außerdem eine Ausländerklasse. Wenn auch durch die Umwandlang der Wechsel- in Parallelcöten die Schule zu ruhigeren und ein- tacheren Verhältnissen gelangen wird, so ist doch noch während des Umwandlungsverfahrens, welches frühestens Herbst 1897 zu einem Abschluß gelangen kann, die Arbeit des Dirigenten eine erhöhte. Als nun zu Ostern 1892 durch die Einführung des Frankfurter Reformplanes in die eine Hälfte der Schule die an sich schon hinreichend verwickelten Verhältnisse der Anstalt noch komplizierter sich gestalten mußten, forderte der Herr Minister der Unterrichtsangelegen- heiten, daß dem Direktor der Wöhlerschule, ühnlich wie es in dem Städtischen Gymnasium vor- gesehen sei, ein Direktionsgehülfe zur Seite gestellt würde. Xubsere Hindernisse machten die so- fortige Ausführung dieser von den städtischen Behörden in dankenswerter Weise bewilligten Einrichtung unmöglich, so daß dem Berichterstatter für das Schuljahr 1892/93 die Leitung des Ganzen noch übertragen bleiben mußtte. Von Ostern 1893 ab wird jedoch eine Teilung der übergroßen Anstalt in allen Fragen, die den Unterricht und die Disciplin angehen, vorgenommen. Die eine Hälfte bleibt unter der vorläufigen Bezeichnung»Wöhlerschule L« dem seitherigen Direktor unterstellt und wird die noch vorhandenen Herbstklassen, die nach Frankfurter Lehr- plan neu einzurichtenden Osterklassen, die Ausländerklasse, sowie die 3 Realgymnasial- und die 3 Handelsklassen von II 1 bis I1 umfassen; die andere Hälfte besteht unter der vorläufigen Bezeichnung» Wöhlerschule II« aus den 6 Vorschulklassen und den nach dem Ministeriallehrplan eingerichteten 6 Realgymnasialklassen VI bis II 2; zur Leitung derselben unter eigener Veranl- wortlichkeit ist auf Vorschlag des Kuratoriums vom Magistrat Herr Oberlehrer Maræ ernannt und infolge der dazu erteilten ministeriellen Ermäüchtigung von dem Kgl. Prov.-Schulkollegium bestätigt worden.


