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5. Die übrigen binär. Verbindungen.
Die noch übrigen Elemente liefern uns nicht mehr ſo bekannte Körper, ſo daß wir uns hier kurz faſſen können.
Stickſtoff beſitzt von den Metalloiden die geringſte chem. Anziehung. Unmittelbar geht er keine binäre Verbindung ein. Die wichtigſte iſt Ammoniak. Mit den Metallen verbindet ſich N nicht.
Von den Elementen Phosphor, Arſen und Antimon ſind die Sauerſtoffverbindungen die bekannteſten. Zu den übrigen Metalloiden außer zu Cl iſt die chem. Anziehung gering, zu den Metallen ebenfalls.
Schwefelkohlenſtoff CSe entſteht, wenn man Schwefeldampf über glühende Kohle leitet. Er iſt eine farbloſe, übelriechende Flüſſigkeit, die das Licht ſtark bricht. Er iſt ſehr flüchtig, ſiedet ſchon bei 480 und iſt brennbar(Vorſicht!). Vorzügliches Löſungs⸗ mittel für Fette, S, P, J, Kautſchuk.
Kohlenſtoff beſitzt in der Hitze zu 0 und 8 große chem. Anziehung, zu den übrigen Metalloiden nur geringe, zu den Metallen faſt gar nicht.
Von den Siliciumverbindungen merken wir die Kieſelſäure Si O2, in der Si und O ſehr feſt verbunden ſind.
Die Metalle bilden keine ausgeprägten Verbin⸗ dungen unter einander, ſondern laſſen ſich meiſtens in be⸗ liebigen Gewichtsverhältniſſen zu Legierungen zuſammenſchmelzen, die jedoch einen üÜbergang von den Gemengen zu den Verbindungen bilden. Die Legierungen zeichnen ſich vielfach durch ihre Eigen⸗ ſchaften vorteilhaft vor den Metallen ſelbſt aus und finden des⸗ halb ausgedehnteſte Verwendung in der Technik. So wird z. B. Cu durch Zuſatz von Zn, Ag durch Zuſatz von Cu, Au durch Zuſatz von Cu oder Ag härter. Bemerkenswert iſt, daß der Schmelzpunkt vieler Legierungen unter dem mittleren Schmelzpunkt der einzelnen Metalle liegt. Die wichtigſten Legierungen ſind:
Schnelllot: Sn und Pb;
Meſſing: 2 Teile Cu und 1 Teil Zn;
Bronce: 85% Cu, 15% Sn; Glockenmetall: 80% Cu, 20% Sn; Kanonenmetall: 85% Cu, 10% Sn, 5% Meſſing;
Neuſilber: 40% Cu, 25% Zn, 35% Ni;
Die Kupfermünzen enthalten 95% Cu, 4% Sn und 1% Zn;
Nickelmünzen: 75% Cu, 25% Ni;
Hg löſt die meiſten Metalle, Fe ausgenommen, zu Amal⸗ gamen auf. Zinnamalgam dient zur Spiegelbelegung.
Silbermünzen: 90% Ag, 10% Cu;
Goldmünzen: 90% Au, 10% Cu.
Das zu Schmuck⸗ und Gebrauchsgegenſtänden verarbeitete Ag und Au hat eine ähnliche Zuſammenſetzung wie das der Münzen.


