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löslich. Sauerſtoff iſt das verbreitetſte Element, ſodaß wohl ½ der Erdoberfläche aus ihm beſtehen mag. Man erkennt freien O daran, daß ein glimmender Spahn in ihm ſich wieder entzündet.
Aus praktiſchen Gründen ſtelle man nun O in größerer Menge dar durch Erhitzen von chlorſaurem Kalium, dem man etwas trockenen Sand oder Braunſtein beimengt.
Sauerſtoffverſuche: 8 verbrennt im 0 ſehr lebhaft mit blauer Flamme zu einem farbloſen, ſtechend riechenden Gaſe.— Phosphor verbrennt unter blendendem Glanz und großer Wärme⸗ entwicklung zu einem weißen Pulver.— Eine Uhrfeder verbrennt unter glänzendem Funkenſprühen zu Roſt.— In die Flamme einer brennenden Kerze leite man einen Sauerſtoffſtrom. Durch die raſche Verbrennung entſteht eine ſolche Hitze, daß eine Stricknadel mit Leichtigkeit verbrennt.— Dieſelben Produkte, die beim Verbrennen der Körper in der Luft entſtehen, bilden ſich auch bei der Ver⸗ einigung derſelben mit reinem O. Verbrennung iſt alſo Oxpdation (Vereinigung mit 0) unter Licht: und Wärmeentwicklung. Ver⸗ aſchung der Metalle iſt langſame Oxydation. Die Metallaſchen oder Metalloxyde beſtehen alſo aus Metall und O.
Der bei der Verbrennung übrig bleibende, unthätige Luftbeſtand⸗ teil hat ſich als ein gasförmiges Element, Stickſtoff, erwieſen. Es heißt Stickſtoff, weil Menſchen und Tiere in ihm erſticken, die zum Atmen 0 notwendig haben, ähnlich wie eine Kerze zum Ver⸗ brennen.
Stickſtoff N iſt ein farb⸗, geruch⸗ und geſchmackloſes Gas, etwas leichter wie Luft, ſpec. Gewicht 0,97; im Waſſer ſehr wenig löslich. N unterſcheidet ſich vom O dadurch, daß ein brennender Körper in ihm ſofort erliſcht. Während man den O aus der Luft direkt nicht darſtellen kann, erhält man den N dadurch, daß man einer abge⸗ ſchloſſenen Luftmenge durch Verbrennen, am beſten von Phosphor, den O nimmt. Die Sauerſtoffverbindung des Phosphors, ein weißes Pulver, löſt ſich im Waſſer auf.
Phosphor verbindet ſich langſam ſchon bei gewöhnlicher Temperatur mit O zu einem weißen Pulver; P raucht, indem er weiße Nebel ausſtößt. Hierdurch iſt er ſehr geeignet zur quanti⸗ tativen Unterſuchung der Luft. Man bringt ein Stück Phosphor mittelſt eines Drahtes in eine an einem Ende zuge⸗ ſchmolzene Glasröhre, die in Waſſer taucht. Nach mehreren Stunden hat der Phosphor allen O gebunden. Das Waſſer iſt um ⅛ ge⸗ ſtiegen. Zahlreiche Unterſuchungen ergaben, daß die Luft an allen Orten der Erde faſt genau die gleiche quantitative Zuſammenſetzung zeigt. Trotzdem iſt ſie keine Verbindung. Außer anderen Gründen beweiſt dies der Umſtand, daß die im Waſſer aufgelöſte Luft nicht die regelmäßige Zuſammenſetzung von 20% O und 80% N, ſondern eine ſolche von 30% O und nur 70% N aufweiſt, was ſich durch die größere Löslichkeit des O in Waſſer leicht er⸗


