Aufsatz 
Methodischer Leitfaden der unorganischen Chemie : Induktive Einführung in das Verständnis chemischer Vorgänge unter Berücksichtigung der Thermochemie : für höhere Lehranstalten / von L. Knöpfel
Entstehung
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Wegen ſeiner Schwerſchmelzbarkeit und ſeiner Widerſtandsfähigkeit gegen die Metalle angreifenden Stoffe ſehr geeignet zu chemiſchen Gerätſchaften.

2. Leichte Metalle mit ſpec. Gewicht unter 5.

Kalium K und Natrium Na, weiß, knetbar; K ſpec. Gew. 0,97, Na 0,86.

Barium Ba, Strontium Sr, Calcium Ca ſind gelbe Metalle.

Magneſium Mg, weiß, Magneſiumdraht, ſpec. Gew. 1,8.

Aluminium Al, weiß, ſpec. Gewicht 2,6.

Metalle nach dem ſpec. Gew. geordnet: K 0,8 Na 0,97 Mg 1,8. Al 2,6. Zn 6,8. Sn 7. Fe 78. Cu 8,9. Ag 10,5. Pb 11. Hg 13. Au 19. Pt 21.

Metalle nach ihrem Schmelzp. geordnet: Hg 400. K 620. Na 95⁰. Sn 2280. Pb 338⁰. Zn 423⁰. Ag 1000⁰. Au 12000. Gußeiſen 1200⁰. Schmiedeeiſen u. Stahl 15000. Pt 20000.

Siedep. einiger Körper: P 290⁰. Hg 360⁰. S 440⁰. Zn 10400.

Schwefel Sulfur S kommt im Handel vor als Stangenſchwefel oder als Schwefelblumen vom ſpec. Gew. 2. Geſchmack⸗ und geruchlos, in Waſſer unlöslich, in Schwefelkohlenſtoff löslich und daraus kryſtalliſierbar. Der Schwefel ſchmilzt bei 1120 zu einer gelben, beweglichen Flüſſigkeit, die bei weiterem Erhitzen ſich dunkler färbt, bei 2500 zähe wird, bei 3000 wieder dünnflüſſig iſt, um dann bei 440⁰ in braunen Dampf überzugehen und zu deſtillieren. Durch Sublimation entſtehen die Schwefelblumen.

1. Schwefelmetalle.

(Bei jedem der folgenden Verſuche mache auf die S. 4 angegebenen 6 Punkte aufmerkſam!)

Verſuche: Darſtellung von Schwefeleiſen ſ. S. 1. Ein Gemenge von Zinkſtaub und Schwefelblumen verbrennt ſehr lebhaft. Blattkupfer glüht in Schwefeldampf. Queck⸗ ſilber vereinigt ſich mit Schwefel ſchon bei gewöhnlicher Temp. beim Verreiben in einer Reibſchale zu einem ſchwarzen Pulver. Die Vereinigung erfolgt indes nur langſam und unvollkommen. Deshalb laſſe man Hg und 8 in der Wärme aufeinander ein⸗ wirken. Zu geſchmolzenem S in einem Reagensgläschen trage man nach und nach ſolange Hg ein, bis kein ziſchendes Geräuſch mehr entſteht, d. h. bis aller S ſich mit Hg zu einer ſchwarzen Maſſe verbunden hat. Beim ferneren Erhitzen dieſes ſchwarzen Schwefel⸗ queckſilbers ſublimiert dasſelbe, ohne ſeine ſtoffliche Natur zu ändern, zu rotem Zinnober, welcher beſonders beim Zerreiben rot erſcheint. Auf Silber ſchmilzt 8 zu ſchwarzem Schwefel⸗ ſilber. Gold und Platin verbinden ſich nicht mit 8. Am

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