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Volkswirtſchaftslehre, 2 St.: Grundbegriffe, wie Wirtſchaft, Gut, Wert, Tauſch, Verkehr, Kauf, Geld, Preis, Waare; Markt. Vermögen. Finanzen. Ertrag. Einkommen. Eigentum. Produktion und Konſumtion. Die Produktionsfaktoren.
Winterhalbjahr: Ackerbau, 1 St.: Wiederholung des geſamten Acker⸗ und Pflanzenbaues.
Terzucht, 1 St.: Wiederholung der geſamten Tierzuchtlehre.
Betriebslehre, 3 St.(einſchließl. Buchführung): Wiederholung des Wichtigſten aus der Buchführung. Berech⸗ nungen über das Grundkapital, das Betriebskapital und die nötigen Arbeitskräfte. Die Betriebsleitung; Organiſation der Wirtſchaft, Wirtſchafts⸗ und Felderſyſteme, die Fruchtfolgen. Der Futterbau auf dem Ackerlande; die techniſchen Gewerbe. Ertragsberechnungen.
Volkswirtſchaftslehre, 3 St.: Entſtehung und Weſen des Geldes und der Münze. Münzſyſtem. Erſatz des baren Geldes durch Kredit. Perſonalkredit. Hypothekarkredit. Kreditanſtalten. Die Bedeutung des Genoſſenſchaftsweſens für die Landwirtſchaft. Das landwirtſchaftliche Verſicherungsweſen. Das Wichtigſte über Verfaſſung, Geſetzgebung und Verwaltung des Großherzogtums Heſſen und des deutſchen Reiches. Direkte und indirekte Steuern.
Chemie und Mineralogie. 3. Klaſſe, wöchentlich 4 Stunden. Anorganiſche Chemie: Penſum der 2. Klaſſe der Realſchule. Außerdem Hydrate und Salze. Arendt, Grund⸗ züge der Chemie, Abſchn.— XVI.— Wo ſich nur Gelegenheit bietet, werden die für die Landwirtſchaft wichtigen Verbindungen, ſofern ſie nicht ſchon im Lehrbuch enthalten ſind, eingefügt und beſchrieben.. Mineralogie: Überſicht über die wichtigſten Mineralien und Geſteine mit beſonderer Berückſichtigung der in der Umgegend von Groß⸗Umſtadt vorkommenden. 2. Klaſſe, wöchentlich 4 Stunden.
Anorganiſche Chemie: Partielle Reduktionen. Waſſerſtoffverbindungen. Beleuchtung und Heizung. Üeber⸗ ſicht und Wiederholung. Arendt XVII=XX. 3
Organiſche Chemie: a) Fettkörper: Kohlenwaſſerſtoffe. Alkohole. Säuren. Ather. Aldehyde. Amine. Amide. Kohlehydrate. Fette. b) aromatiſche Körper: Kohlenwaſſerſtoffe. Phenole. Alkohole. Aldehyde. Säuren. Nitro⸗ und Ami⸗ doderivate. Glykoſide. Ätheriſche. Ole. Kampferarten. Harze. Alkaloide. Farbſtoffe. Eiweißkörper. Arendt I— XIII.
Leichtere praktiſche Übungen. Beiſpiele für einfache Reaktionen.
Mineralogie: Wiederholung. Kriſtallographie.— Das Wichtigſte aus der Erdgeſchichte.
1. Klaſſe, wöchentlich 3 Stunden.
Zuſammenſetzung und Ernährung der organiſchen Weſen. Nahrungsmittel. Gärung, Fäulnis und Verweſung. Wein⸗, Bier⸗, Branntwein⸗ und Spiritusbereitung. Eſſigarten. Brotgärung. Konſervierung und Desinfektion organiſcher Sub⸗ ſtanzen. Arendt XIV— XVIII. Wiederholung. Einleitung in die qualitative chemiſche Analyſe. Prüfung auf Säuren und Baſen. Quantitative Unterſuchung der Ackererde, des Chiliſalpeters, eines Superphosphates. Stickſtoffbeſtimmung. Futter⸗ mittelunterſuchung. Beſtimmung des Stärkegehaltes in den Kartoffeln, der Trockenſubſtanz und des Zuckergehaltes in den Zuckerrüben. Mehlprüfung, Milchunterſuchung, Waſſerunterſuchung. Brennereibetrieb.
Nach Mahrenholtz, die praktiſch⸗chemiſchen Ubungen an Landwirtſchaftsſchulen.
Botanik.
3. Klaſſe, 2 Stunden im Sommer. Kenntnis des inneren Baues und der Lebensthätigkeit der Pflanzen: Die Zelle, Gefäße, Gewebe, Gewebeſyſteme. Die chemiſche Zuſammenſetzung der Pflanzen. Die Lebensvorgänge: Aſſimilation, Atmung, Nährſtoffaufnahme aus dem Boden. Saftbewegung; die Fortpflanzung, die Blüte, die Befruchtung, der Samen, das Keimen. Lehrbuch: Bail, Botanik. 2. Klaſſe, 2 Stunden im Sommer. Die Kryptogamen mit beſonderer Berückſichtigung der Pflanzenkrankheiten verurſachenden Paraſiten. Die Krankheiten des Getreides, der Hackfrüchte, Futterpflanzen, Obſtbäume und des Weinſtockes. Lehrbuch: Krafft, Ackerbaulehre. 1. Klaſſe, 2 Stunden im Sommer. Wiederholung des natürlichen Syſtemes und der Nährſtoffaufnahme. Mikroſkopiſche Unterſuchungen.
Zoologie. 3. Klaſſe, 2 Stunden im Winter.
Kenntnis des inneren Baues und der Lebensthätigkeit der Wirbeltiere, ausführlicher bei den Haustieren und beim Menſchen: Die chemiſchen Beſtandteile des Tierkörpers. Die Formbeſtandteile: Die Eizelle, Gewebe: Knorpel⸗ und Knochen⸗, Binde⸗, Fett⸗, Muskel⸗ und Nervengewebe, hornige und Hautgewebe. Das Skelet. Die Organe der Ernährung und des Stoff⸗ wechſels: Maul, Magen und Darm, die wichtigſten Drüſen; die Gefäße, das Herz, der Blutkreislauf, die Lunge, Atmung, Verdauung, Aſſimilation und Ausſcheidung. Lehrbücher: Bail, Zoologie; Roemer, Tierzuchtlehre.
2. Klaſſe, 2 Stunden im Winter. Gliedertiere, Weichtiere und Würmer mit beſonderer Berückſichtigung der landwirtſchaftlichen Schädlinge an Feld⸗ und Gartengewächſen, an Obſtbäumen und am Weinſtocke und der tieriſchen Schmarotzer. Lehrbücher: Bail, Zoologie; Lutz, nützliche und ſchädliche Inſekten. 1. Klaſſe, 2 Stunden im Winter. . Wiederholung der Klaſſen und Ordnungen des Tierreichs, mit den niederſten beginnend, und unter beſonderer Berück⸗ ſichtigung der Verwandtſchaft und des Zuſammenhanges der Haupttierformen im inneren Baue und in der Lebensthätigkeit der Organe. Lehrbuch: Bail, Zoologie.


