Aufsatz 
Das Gleichnis von den gottlosen Weingärtnern ausgelegt / von Ernst Klinckerfues
Entstehung
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erfaren; denn ihr lon soll groß sein im himmel(Luc. 6, 22. 23). Wenn es demnach heut- zutage den dienern der kirche, welche ihrem amte getreu vorstehen und die irrtümer und sünden ihrer gemeinden tadeln und strafen, änlich ergeht, so mögen sie sich glücklich preisen, daß sie gewürdigt werden, schmach zu leiden um Christi willen, denn er sagt: Selig seid ihr, wenn sie euch um meinetwillen schmähen und verfolgen und allerlei übels reden, so sie daran lügen(Mth. 5, 11. cf. 1 Petr. 2, 20. 3, 14 ff. 4, 14).

Die Parabel ist vollendet. Der Herr hatte ihnen in diesem zweiten abschnitte des gleichnisses die geschichte der jüdischen kirche bis auf seine zeit in ihren grundzügen aufgerollt und sie in diesem spiegel ihre vollendete gottlosigkeit gegenüber der ausgeschütteten fülle der barmherzigkeit Gottes sehen laßen. Was wird die folge sein? Das gericht, welches sie nun sich selbst sprechen müßen.

Vers 40 41. Oraν ονυ εαν⁵ιν KOιος deαεεsαννοε, z! rοινασσι 10εοορꝙνςι εένενοςι; Aéy ονσ⁴ητε Karods u‿νκςσ νονεςσεoαιντοσς τ⁶ν d‿νμνμᷣᷣνα εν⁴εεαν ν⁵οωςευο⁸, olrwε drο⁴ςςοσσσσαμινς τος νταραραος ευν τοανςσ αιος α‿τανν.

Wie nun, färt Jesus fort, öraν ονεƷενι(cf. Winer, gram. p. 255, 5), wenn aber der Herr des weinberges, nachdem sie den Erben getötet haben, komen sollte? und komen wird er doch einmal, um gericht zu halten? oder meinet ihr, der Hausvater werde immer schweigen und ungestraft laßen solche bosheit der weingärtner? Unmöglich! Also was meinet ihr? z* τατοαπιηι‿ was wird er jenen weingärtnern thun? wie wird er mit ihnen umgehen? Mit dieser an ihre gewißen schlagenden frage, einer letzten drohenden warnung, tritt der Herr näher an sie heran, bevor er die anwendung selbst macht, und fordert sie auf, die Hohenpriester und Schriftgelehrten nicht allein, sondern auch das um- stehende volk(wie aus Luc. 20, 16 zu erkennen ist) selbst zu richten, mit bezug auf die prophetischen worte:Nun wolan, richtet ihr hürger zu Jerusalem und ihr männer von Juda«(Jes. 5, 3). Ohne bedenken sagen sie also: Kaxodògανς eτιςσει αἀ τοdòς(eine paranomasie, cf. Winer, gram. p. 430). Erasmus: mali cum sint, male perdet illos: er wird die bösewichte einen bösen tod sterben laßen, an leib und seele; das ist ein böser tod, die furchtbare aber gerechte vergeltung, die sie treffen soll. Doch nicht genug; sie setzen sich auch selbst ab und erklären eine vom heiligen Geiste ihnen abgedrungene weißagung, daß andere weingärtner, fremde, die heiden, mit recht in ihren beruf treten werden, welehe(ein zusatz, den nur Mth hat,) den weinberg mit größerer gewißenhaftigkeit bebauen und ihm die früchte geben werden àν ·τι ταινος αάeευν zu ihrer(der früchte) zeit, künftig alle jare, nach gebür; denn der Herr wird seinen weinberg nicht ohne pflege und aufsicht laßen. So antworten sie dem Herrn nach der warheit und fällen