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derungen des Geſchichtsbuchs(§ 2) beſtätigt. Erlaubt es die Ein⸗- ſtellung der Klaſſe, ſo wird man ſie in freiem Lehrgeſpräch ſich über die„labyrinthiſchen“ Anlagen, über die„Fresken“, über die „geſchnürte Taille“ der Männer, die„Faltenröcke“ der Frauen, „Wandmalerei und Kleinplaſtik“ äußern laſſen, das„goldreiche“ Myhene tritt ihnen in bezeichnenden Proben enkgegen, und in zwangloſer Weiſe wird die Aufgabe neu erarbeitet und vertkieft.
Der zweite Teil der Muſeumsſtunde ſoll die Schüler erkennen laſſen, daß man bei genauer Beobachtung der Einzelheiten auch kulturelle Unterſchiede feſtſtellen kann, die ungefähr mit den ge⸗ ſchichtlichen Tatſachen—„ein Zug achäiſcher Eroberer machte um 1400 der Blüte Kretas ein Ende“,„Doriſche Einwanderer“— in Einklang gebracht werden können. Hier wird auf alle Fälle der Lehrer die Führung übernehmen müſſen, da es ſich um Neuland für die Schüler handelt. Auch wird dadurch am beſten verhindert, daß die Schüler bei dieſen Fragen, die ja wiſſenſchaftlich noch im Fluß ſind(ägäiſche Kultur), allzu ſtark in einer Richtung feſt⸗ gelegt werden. Um die Kulturunterſchiede darzutun, ſtelle ich drei Sondergebiete zur Wahl:„Stadt⸗- und Hausanlage“,„Die Men⸗ ſchen des krekiſch⸗mykeniſchen Kulturkreiſes“,„Die Keramik“. Es hat ſich nicht als praktiſch erwieſen, dieſe Unterſchiede im allge⸗ meinen herausarbeiten zu wollen. Dagegen verſpricht die Be⸗ ſchränkung in der zweiten Hälfte der Stunde auf ein Sondergebiet nicht nur die nachhaltigere Wirkung des Gebokenen, ſondern es iſt intereſſierten Schülern auch noch die Möglichkeit gegeben, die Ausführungen des Lehrers zu ergänzen, indem ſie die bei der Führung durch den Lehrer nicht verwandten Themen an Hand der gegebenen Notizen ſelbſtändig bearbeiten.
Ort der Führung: Saal. Fenſterpult 7, Mittkelſchränke 6 und 7, Wandſchränke 4—7.
1. Abkeilung des erſten Stundenbildes:
Die Schüler werden in drei Gruppen eingeteilt und betrachten die Gegenſtände und Abbildungen in und über: 1. Fenſterpult 7: Masken, Schwerter, Dolche, Goldbleche,
Stierköpfe, Grundriſſe und Abbildungen, hauptſächlich vom Feſtland, aber auch von Kreka.
2. Mittelſchrank 6(Vorderſeite): Aus Kreta: Schlangen⸗ göttinnen, Darſtellungen von Stier⸗ und Ringkämpfen, Erntezug, Wachtparade, Kleintierwelt.
3. Mittelſchrank 7: Goldfunde vom Feſtland, Gold- und Silberbecher aus Mykene, Vaphio.


