Aufsatz 
Museum und Schule : 1. Teil
Entstehung
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Ipse praecipitem sesse deiecit in amnem Apstulit huic Moenus, quod domino eripuit. Patronus de suo posuit ³².

Erläuterungen:

Das ſtrittige pecuarius:Viehzüchter; zum Mokiv des erſten Diſtichens vgl. das Grabepigramm von Thermopylae(Dic hospes..ö); unlogiſcher Gedanke, der du dies lieſeſt, bleibe ſtehen!, richtig? inane: das Reich der körperloſen Schatten(vgl. inania regna oder Tartara. queri: c. acc. ſich beklagen über; verkürzter Ausdruck für ausführlich: aich klage über mein Schickſal, das mich in dein Reich der weſenloſen Schatten führte. triginta: ſtatt ta. erupuit: verſchrieben aus eripuit, ſ. letzte Zeile! servos: älteres o iſt hinter u u. v ſpäter als ſonſt zu u geworden: servus. sesse: sese apsstulit: urſprüngliche Form für anab' angeglichenesabs'(griech. a). Moenus: erſte Erwähnung des Mains. quod domino eripuit: ergänze vitam. patronus: der ehemalige Herr des Freigelaſſenen, der Gutsherr. de suo: aus eigenem Vermögen.

Nachdem die wörtliche Überſetzung erarbeitet iſt, kann man auch den Verſuch einer metriſchen Überkragung etwa in folgender Geſtalt unternehmen, wobei bei der Holprigkeit des Lateiniſchen auch Unebenheiten im Deutſchen ſtilecht ſind.

Jucundus, des M. Terentius Freigelaſſener, Viehzüchter. Wanderer, der du dies lieſeſt, verweile, eh' du vorbeiziehſt: Elend des Lebens beraubt, klag' ich mein traurig Geſchick! Weilen konnk' ich nicht länger als dreißig Jahre auf Erden, Denn ein Sklav' mir das Leben entriß und Selbſt aber ſtürzt er ſich Hals über Kopf in die Fluten des Stromes; Was ſeinem Herrn er geraubt, gierig der Main ihm hinweg lſpült! Sein Gutsherr ſetzte ihm aus eigenem(Vermögen dieſen Stein).

Beſchreibung des Steines: Im Giebel Urne mit Palmzweigen. Die deutliche Schrift wird gegen Schluß kleiner, da die Raumeinteilung nicht ſorgfältig genug war, das letzte posuit iſt ſogar auf den Rand geraten.

Unter der Inſchrift Hirte mit Hund und Schafherde im Schat⸗ ten von Bäumen auf der Weide.

Ungelenke Arbeit nach beſſeren Vorbildern, vielleicht nach einem unbekannten Reliefbild landſchaftlichen Charakters, die der Späthellenismus und die auguſteiſche Zeit liebten.(Beiſpiel: ſ. b. Springer und Kunſtgeſchichte in Bildern.)

Charakteriſierung:Moritat an der Mainmün⸗ dung. Der Fundort Roſengaſſe, wohin der Stein wahrſcheinlich von dem Friedhof an der Forſterſtraße verſchleppt worden war,

32 Der Text wird in ſeinem urſprünglichen Zuſtand geboten.