Aufsatz 
Über die Behandlung der Himmelskunde am Gymnasium / von Joseph Klau
Entstehung
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6. Geographie: 2 St. Physische und politische Geographie der aufßsereuropäischen Erdteile. Im Sommer: Heermann. Im Winter: Koehler, Schmidt.

7. Mathematik: a) Rechnen: 2 St. Regel-de-tri; Prozent-, Zins- und Gesellschaftsrechnung. Diester- weg& Heuser, III. Teil. Schmitt.

b) Geometrie: 2 St. Die Lehre von den Winkeln und parallelen Linien. Die Lehre vom Dreieck bis

zu den Kongruenzsätzen einschlielslich. Einfache Konstruktionsaufgaben. Klau

8. Naturwissenschaft: 2 St. Im Sommer: Botanik. (Kenntnis des Linnéschen Svstems und Aufstellung natürlicher Pflanzenfamilien.) Im Jyinter: Zoologie. (Reptilien, Amphibien, Fische, Insekten einschl. Käfer und Schmetterlinge.) Güll.

9. Zeichnen: 2 St. Zeichnen nach dem wirklichen Gegenstande. Das Notwendigste aus der Perspektive. Anwendung der perspektivischen Gesetze beim Zeichnen nach Draht- und Holzmodellen: Würfel, Prisma, Pyramide, Cylinder, Kegel, Kugel und Ei. Das Notwendigste aus der Schattenlehre. Erklärung der Beleuchtungserscheinungen an den gerad- und krummflächigen Köͤrpern(VNorzeichnungen an der Schultafel). Zeichnen von Körpern und ornamen- talen Gipsmodellen der Renaissance in vollständiger Ausführung. Kreutzer.

Quinta. Ordinarius: Gymnasiallehrer Dr. Thomac.

1. Religionslehre: 2 St. a) Eoangelische. Biblische Geschichte des neuen Testaments, Wiederholung der alttestamentlichen Geschichte; Besprechung der Gebote VX; Memorieren dazu gehöriger Bibel- sprüche aus Ernsts Heilslehre. Kirchenlieder; einige Mitteilungen aus der Kirchengeschichte; das Wich- tigste vom christlichen Kirchenjahr. Schmitt.

b) Katholische(komb. mit V des R.-G.). Im Diöcesankatechismus: II. Hauptstück(von den Ge- boten) und vom III. Hauptstück Frage 1266(von der Gnade und den 7 Sakramenten) mit Weglassung der schwereren Fragen. In der biblischen Ge- schichte(Handbuch von Schuster): Einige Ge- schichten des alten Testaments. Besprechung des Kirchenjahres und der religiösen Gebräuche. Einige Lieder wurden auswendig gelernt.

3 Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 2 St. Lesen und Erklären poetischer und prosaischer Lesestücke aus Ilopf und Paulsieks Lesebuch I, 2. Die Lehre vom ein- fachen und zusammengesetzten Satz und von den Interpunktionen. Orthographie nach den Regeln für die deutsche Rechtschreibung. Memorieren und Deklamieren der ausgewühlten Gedichte, Re- petition der in Sexta gelernten. Monatlich zwei Diktate und ein Aufsatz. Thomae.

3. Lateinisch: 9 St. Repetitionen aus dem Pensum der Sexta. Einübung der unregelmäſsigen Formen- lehre und der syntaktischen Regeln nach Ostermanns UÜbungsbuch II. Memorieren ausgewühlter Vokabeln

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. nach OstermannsVokabularium für Quinta. Wöchent- lich ein Extemporale oder Exercitium.

Thomae.

4. Französisch: 4 St. Plötz' Elementargrammatik, Lekt. 1 60. Einüben von avoir und être, sowie der I. Konjugation. Lektüre einzelner Lesestücke aus dem Anhang der Elementargrammatik. Alle 14 Tage ein Exercitium oder Extemporale. Müller II.

5. Geschichte: 1 St. Erzühlungen aus der deutschen Sage und Geschichte. Im Sommer: Steu bing. Im Winter: Küster.

6. Geographie: 2 St. Europa im allgemeinen; physische und politische Ubersicht der europäischen Staaten. Repetition des Pensums der Sexta.

Im Sommer: Steubing. Im Winter: Küster.

7. Rechnen: 48t.(Diesterweg& Heuser, II. u. III. Teil.) Wiederholung der Lehre von den gemeinen Brüchen; Dezimalbrüche; einfache Regel-de-tri-Aufgaben.

Schmitt.

Naturwissenschaft: 2 St. Im Sommer: Be- schreibung einzelner Pflanzen. Im Winter: Säuge- tiere und Vögel. Güll.

h. Schönschreiben: 2 St. Fortgesetzte Übung im Schön- und Schnellschreiben in deutscher und lateinischer Schrift nach Vorschrift und Diktat.

Schmitt.

10. Zeichnen: 2 St. Die schönsten heimischen Blatt- formen nach der Natur, einzeln und im ornamen- talen Zusammenhange: Gefäfsformen, freie und symmetrische Ornamente verschiedener Stile nach Vorzeichnungen an der Schultafel, bei vorge- schrittenen Schülern nach Vorlagen; UÜbungen im veränderten Mafsstabe. Einiges aus der Farben- lehre. Anwendung von leichten Farbentönen beim Ornamente. Kreutzer.

Sexta.

Ordinarius: Gymnasiallehrer Spamer.

1. Religionslehre: 3 St. a) EFoangelische. Biblische Geschichte des alten Testaments nach Schüfer I; ausgewählte Geschichten des neuen Testaments im Anschlufs an das Kirchenjahr. Erklärung der Ge- bote V, Memorieren der dahin gehörenden Bibel- sprüche aus Ernsts Heilslehre. Das Hauptsächlichste vom christlichen Kirchenjahre; die vorgeschriebenen Kirchenlieder wurden besprochen und gelernt.

Schmitt.

b) Katholische(kkomb. mit VI des R.-G.). Im Diöcesankatechismus: I. Hauptstück(vom Glauben) und vom III. Hauptstück Frage 267 340(von den Sakramentalien, dem Gebet, den kirchlichen Ge- bräuchen) mit Weglassung der schwereren Fragen. In der biblischen Geschichte(Handbuch von Schuster): Neues Testament mit Auswahl. Einige Lieder wurden gelernt. Besprechung der wich- tigsten Feste, Erklärung kirchlicher Gebräuche.

Wedewer.