b) Katholische(komb. mit II 2 des R.-G.). Zweiter Teil der Kirchengeschichte, von Gregor VII. bis zum XVII. Jahrhundert, nach Wedewers Grundrils der Kirchengeschichte, III. Aufl. Wedewer.
2. Deutsche Sprache: C. A u. B je 2 St.— Gelesen und erklärt wurden: Das Nibelungenlied in der Übersetzung von Kamp; Schillers Balladen, Lied von der Glocke, Wilhelm Tell. Memoriert die Kraniche des Ibykus, das Lied von der Glocke. Repetition früher gelernter Gedichte. Im Anschlufs an Herbsts Hilfsbuch: Die Sagenkreise, Nibelungen- lied und Gudrun, die wichtigsten Daten aus Schillers und Goethes Leben, Uhlands Leben.— Die Haupt- formen der Dichtung, besonders der epischen Poesie; Allgemeines über Metrik, besonders der Bau der Nibelungenstrophe. Gelegentlich die wichtigsten Tropen und Figuren. C. A: Schlaadt.
C. B: Adam.
Themata der Aufsätze:
C. A: 1. Wodurch beweisen Damon und Phintias, dals sie wahre Freunde sind?(Nach Schillers Bürgschaft.)(Klassenaufsatz.)
2. Welche Stellung nahm der Aduer Dumnorix in seinem Volke ein?(Nach Cäsar.)
3. Vergleich zwischen Homer Odyssee I, 1— 87 und Vergil Aeneis I, 1—305.
4. Freundschaft zwischen Hagen und Volker. (Nach dem Nibslungenliedes
5. Wird Rüdeger im Nibelungenliede mit Recht „Vater aller Tugend“ genannt?
6. Welche Stellung nehmen die Personen des ersten Buches der Odyssee zum Helden des Gedichtes ein?(Klassenaufsatz.)
7. Die Vogelwelt im Dienste des Menschen.
8. Ausführliche Disposition der Einleitung zum Geschichtswerke des Livius.
9. Wohlthätig ist des Feuers Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht. (Klassenaufsatz.)
10. Wie verläuft die Beratung der Schweizer auf
dem Rütli?(Nach Schillers Tell, Akt II, 2.)
Schlaadt.
C. B: 1. Die Schlacht bei Kunaxa.(Nach Xenoph. Anabas. I, 8 u. 10.) 2. Warum sinnt Hagen auf Siegfrieds Verderben? (Klassenarbeit.) 3. Ein Ausflug.
4. Warum beteiligt sich Siegfried am Sachsen- und Dänenkriege?
5. Inwiefern wird im Nibelungenliede die Treue gefeiert?
6. Aus welchen Gründen erregen Schillers Kraniche des Ibykus unser besonderesInteresse?
7. Die Eroberung Sagunts.(Nach Livius XXI, Kap. 7— 15.)(Klassenarbeit.)
8. Mit welchen Gründen sucht in Schillers Kampf mit dem Drachen Dieudonné de Gozon sein Verfahren dem Ordensmeister gegenüber zu rechtfertigen?
9. Inwiefern kann die Glocke mit Recht eine Begleiterin des Menschen durchs Leben genannt werden?
10. Klassenarbeit: Eine Feuersbrunst.(Nach Schillers Glocke.) Adam.
3. Lateinisch: C. A u. B je 8 St.— a) Grammatik: Syntax der Casus, Präpositionen, Orts-, Raum- und Zeitbestimmungen. Gebrauch der Nomina und Pro- nomina. Repetition der früheren Pensen. Wöchent- lich abwechselnd ein Exercitium und ein Extemporale.
C. A: Schlaadt. C. B: Adam. b) Prosaische Lektüre: C. A: Cicero pro Archia poeta. Livius Buch I u. II, mit Auswahl. Schlaadt.
C. B: Cicero orat. Catilin. I, II, III. Livius B. XXI, XXII zum Teil. Adam.
c) Poetische Lektüre: C. A: Vergil. Aen. I. u. II, mit Auswahl. Schlaadt.
C. B: Vergil Aeneis II; III zum Teil. Adam.
4. Griechisch: C. A u. B je 7 St.— a) Grammatik: Syntax des Artikels, der Casus und Präpositionen nach Curtius. UÜbersetzen aus Böhmes UÜbungsbuch. Wöchentlich abwechselnd Exercitien und Extempo- ralien. C. A: Schlaadt.
C. B: Lohr.
b) Prosaische Lektüre: C. A: Xenophon Anabasis II, III. Schlaadt. C. B: Xenophon Anab. V, VI, VII z. Teil. UÜUbungen im Extemporieren aus Buch III und IV.
Lohr.
c) Poetische Lektüre: C. A: Homer Odyssee I, II,
III, IV, mit Auswahl. Einzelne Stellen memoriert. Schlaadt.
C. B: Homer Odyssee XIII, XIV, XV. Einzelne
Stellen memoriert. Im Sommer: Lohr. Im Winter: Steubing.
5. Französisch: C. A u. B je 2 St.— a) Grammatik: Plötz' Grammatik, Lekt. 46— 65; alle 14 Tage ab- wechselnd Exercitien und Extemporalien.
b) Lektüre: C. A: Thiers, Expédition d'Egypte (Jägersche Ausg.), Kap. I und II. C. B: Thiers, Expédition d'Egypte, Kap. III— V. C. A u. C. B: Burtin: Ausgewählte Gedichte. Ammann, zuletzt Noltemeier.
. Hebräisch(fakultativ): 2 St. Elementarlehre und das starke Verbum schriftlich und mündlich ein- geübt nach Seffer. Spiefs.
. Englisch(fakultativ): 2 St. a) Grammatik: Gesenius' Lehrbuch I, Kap. 1— 20; alle 14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.
b) Lektüre: Ausgewählte Stücke aus dem Lese- buch.(IV. Abschnitt.)— Müller II., zuletzt Noltemeier.
. Geschichte: C. A u. B je 2 St.— Ubersicht über die Geschichte der orientalischen Völker. Griechische Geschichte bis zum Jahre 301 v. Chr. Repetitionen.
C0.A: Im Sommer: Küster. Im Winter: Steubing. C. B: Kilb.
Geographie: C. A u. B 1 St.— Physische und politische Geographie Europas. Dieselben.
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