Aufsatz 
Geographie in höheren Schulen
Entstehung
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theile übrig bliebe. Dieſelbe muß in der Weiſe ausgeführt werden, daß z. B. bei jedem Erdtheile zuerſt ſeine horizontale Gliederung durchgenommen wird, wozu wir Lage, Grenze, Geſtalt und Größe, Küſtenentwicklung nebſt Halbinſel⸗ und Inſelbildung rechnen, dann ſeine vertikale Gliederung, hierauf die hydrographiſchen Verhält⸗ niſſe, ferner Klima und Produkte, und endlich eine allgemeine politiſche Ueberſicht. Bei dieſer Behandlung darf jedoch nur das Charakteriſtiſche und Hauptſächlichſte gegeben werden, damit eine gründliche Durcharbeitung ſtattfinden könnte. Daß hierbei außer einem großen Globus gut gearbeitete Wandkarten unumgänglich nothwendig ſind, verſteht ſich ſo von ſelbſt, daß wir den ganzen Er⸗ folg des geographiſchen Unterrichtes überhaupt von der Benutzung geeigneter Veranſchaulichungsmittel zum größten Theile abhängig erachten. Für dieſe Stufe genügen eine Wandkarte in Mercators Projection und zwei Paar Planiglobien, von denen das eine Paar die Oro⸗ und Hydrographie beſonders berückſichtigt, während das andere eine überſichtlich ausgeführte politiſche Eintheilung der Erd⸗ theile darbietet, wobei durch ſcharf untereinander contraſtierende Farben die Abgrenzung der Staaten recht deutlich in die Augen ſpringen muß; die Schüler ſelbſt können in dieſer Klaſſe noch der Handatlanten entbehren.

Da nun in neueſter Zeit höchſt verdienſtvolle Arbeiten auf dem Felde der Kartographie erſchienen ſind, ſo iſt gerade bei die⸗ ſem Fortſchritte zu hoffen, daß die nächſte Zukunft noch manche Verbeſſerungen bringe. So z. B. dürfen Wandkarten durchaus gar keine Namen enthalten, müſſen in großem Maßſtabe gearbeitet ſein und durch die Lebhaftigkeit des Farbentones auch aus der Ferne leicht erkennbar ſein; bei den hiſtoriſchen Karten können natürlich die Namen nicht wegbleiben. Für die verſchiedenen Stu⸗ fen des Unterrichts müſſen auch die Wandkarten verſchieden aus⸗