Aufsatz 
Das neue Realschulgebäude
Entstehung
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he Aufbewahruug von Utensilien benutzten Räumen leicht unter Benutzung von Oberlicht Zimmer zur Aufstellung von naturwissenschaftlichen Sammlungen herstellen, wenmn etwa eine über Erwarten grosse Steigerung der Frequenz die Benutzung der jetzt zu diesem Zwecke bestimmten Zimmer zu Klassenräumen nôthig machen sollte. Demnach enthält das Gebäude in Summa ausser der Aula und der Schuldienerwohnung 22 zum Unterricht verwendbare Räume. Die sämmtlichen Zimmer ausser der Aula und dem Geschäftszimmer des Direktors haben einen den Augen wohlthuenden hell- grünen Anstrich erhalten. Die Beleuchtung der einzelnen, dem Unterrichte dienenden Zimmer ist, da das Licht von allen Seiten ungehindert eindringen kann, eine durchaus genügende. Jedes der Eckzimmer hat 5, jedes der übrigen grösseren Zimmer 3, der kleineren 2 Fenster mit einer freien Fensterfläche von je etwa 2,90 qm. Einer Bodenfläche von durchschnittlich 45 47 resp. 23 dm entspricht daher eine Fensterfläche von 14,5 bezw. 8,7 und 5,8 qm. Gleichfalls sehr günstig stellt sich das Verhältniss in dem Zeichensaal und dem Auditorium, welche durch je 7 Fenster erleuchtet werden und bei einer Grundfläche von 87 qm über 20 qm Fensterflääche haben. Das Verhältniss der Glasfläche zur Grundfläche ist also in den Klassen bezw. 1: 3,24, 1: 5,4, 1: 4, im Zeichensaale 1: 4,35 und wird in wenigen Schulen übertroffen werden. Gleich günstige Resultate ergeben sich, wenn die Grösse der auf jeden Schüler entfallenden Lichtfläche berechnet wird. In sämmtlichen Klassen lassen die Fenster das Licht von der linken Seite zu allen Schülersitzen dringen, in den Eckzimmern zugleich von der Rückseite. Diese Art der Beleuchtung hat sich als durchaus zweck- mässig ergeben; zum Schutze gegen direktes Sonnenlicht und, falls es nöthig werden sollte, zur Dämpfung des von hinten einfallenden Lichtes sind an allen Fenstern der West- und Südseite Roll- vorhänge angebracht. Die Höhe der Fensterbrüstungen beträgt 1,00 m; bis zu gleicher Höhe sind in allen Räumen, welche von den Schülern besucht werden, Pannele angebracht, in demselben Ton wie die Thüren und Fensterbrüstungen in Oelfarbe gestrichen. Das im Ganzen, wie im Einzelnen sorgfältig und tüchtig ausgeführte Gebäude gewinnt durch Anlage eines bewährten Heizungs- und damit in Verbindung gebrachten Ventilationssystems nicht nur erhöhte Brauchbarkeit und Annehmlichkeit, sondern zeigt sich auch allen Anforderungen der Schulhygieine gegenüber durchaus zweckmässig. Von der Anlage einer zentralen Luft- oder Wasserheizung wurde in Anbetracht des Umstandes, dass durch dieselbe nicht überall befriedigende Re- sultate erzielt sind, das ganze System überhaupt noch der weiteren Ausbildung zu bedürfen scheint, abgesehen und statt derselben die Aufstellung von Meidinger'schen Oefen beschlossen. Nicht blos hat, sich bei denselben der Verbrauch an Feuerungsmaterial geringer als bei den Rund- oder Füllöfen herausgestellt, sondern sie gestatten auch, weil die Blechmäntel die Wirkung der strahlenden Wärme aufheben, die Subsellien also bis dicht an den Ofen gestellt werden können, eine vollständige Aus- nutzung des Raumes. Namentlich aber erweist sich die mit denselben in Verbindung gesetzte Ven- tilation als eine durchaus zweckmässige. Nach wiederholten Versuchen mit verschiedenen Brenn- materialien hat sich für unsere Verhältnisse eine Mischung von westfälischen Nusskohlen und Braunkohlen vom Meissner, deren Verhältniss nach der Lufttemperatur geregelt wird, als die gün- stigste erwiesen, namentlich wenn in den unteren Ring des Ofens ein Rost eingesetzt wird, welcher die durch die Meissnerkohlen gebildete Asche durchfallen lässt. Da, wie schon bemerkt, man bei Ausschluss der strahlenden Wärme es mit einer gleichmässigen, dauernd wirkenden Wärmequelle zu thun hat, deren Energie sich jeden Augenblick steigern oder vermindern lässt, da ferner die Luft. von Verunreinigung durch Staub und Gase frei bleibt und durch rasche und lebhafte Zirkulation