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Beilage zum Jahresbericht des Großherzoglichen Gymnasiums zu Bensheim. Ostern 1000.
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Beiträge zur Geschichte des Klosters Lorsch.
II. Teil. Von Gymnasialdirektor Dr. Friedrich Kieser.
der Obérrealschule Giessen
III. Kapitel.
Die Ausgangsgeschichte des Klosters Lorsch und die spätere Tradition.
§ 1. Die Erneuerung des Klosters Altenmünster.
Durch die Ubertragung der Gebeine des hl. Nazarius aus dem Kloster Alten- münster in die große Peters- und Paulskirche unmittelbar bei dem heutigen Dorfe Lorsch im Jahre 774 rückte die neue Klosteranlage so sehr in den Mittelpunkt der Fürsorge ihrer Abte, daß das Mutterkloster Altenmünster in Verfall geriet. Denn mochte auch seine Kirche gelegentlich noch religiösen und sein Wirtschaftshof noch weiterhin profanen Zwecken gedient haben, Erschließung und Schutz, Einrichtung und Ausstattung des gewissermaßen nur im Rohbau fertiggestellten Nazariusklosters in kirchlicher wie weltlicher Beziehung nahm die finanziellen Kräfte der Abtei Lorsch noch auf viele Dezennien hinaus in Anspruch. Ich erwähne hier nur die Anlage eines Weges von Viernheim im Lobdengau nach Lorsch und von(Holz) Brücken über die Weschnitz anno 9 Karoli= 776(C. L. Nr. 8) unter Abt QGundeland, die Herstellung einer getäfelten Holzdecke, eines Estrichfußbodens, einer Schranke um
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19090. Progr. Nr. 853.—
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