Aufsatz 
Die Lebensgeschichte der auf Ulmus campestris L. vorkommenden Aphiden-Arten und die Entstehung der durch dieselben bewirkten Missbildungen auf den Blättern / von Hermann Kessler
Entstehung
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Der Religionsunterricht für die Schüler israelitischer Religion wurde in 2 Stunden wöchentlich ertheilt. Biblische Geschichte: Vom Einzuge in das Land Canaan bis zur Zeit der Könige. Systematische Religionslehre: Die Pflichtenlehre. Hebräisch: Die wichtigsten Gebete und kleinere Psalmen. Dr. Stein.

II. Zur Chronik der Anstalt.

An Verfügungen von allgemeinerem Interesse giengen seit dem Schlusse der vorjährigen Nachrichten folgende ein:;

13. April 1877. Das Curatorium theilt mit, dass die städtischen Behörden 10 neue Freistellen creirt haben, wonach die Gesammtzahl derselben nunmehr 40 beträgt.

24. April 1877. Dasselbe theilt mit, dass das Königliche Provinzial. Schulcollegium genehmigt habe, dass der israelitische Religionsunterricht für die Vorschule vorläufig ausfalle und dass derselbe bis auf Weiteres den Schülern der höheren Bürgerschule in wöchentlich 2 Stunden allein ertheilt werde(nicht mehr wie bisher mit den Schülern der Realschule I. O, dahier gemeinschaftlich).

4. Mai 1877. Dasselbe theilt mit, dass die Einführung einer vierteljährigen Kündigungsfrist für die provisorisch angestellten Lehrer genehmigt sei.

12. Juni 1877. Dasselbe theilt mit, dass die Einrichtung einer neuen Turnabtheilung(der 8.) genehmigt ist, wodurch die Ueberfüllung einiger Abtheilungen beseitigt wird.

Das Curatorium der höheren Bürgerschule besteht aus den Herren Oberbürgermeister Weise, Stadtschulreferent Metropolitan Dr. theol. Hochhuth, Stadtrath Fabrikant Wittich, Stadtrath Hauptmann a. D. Engelhardt, Kaufmann Rittershaussen, Juwelier Sche 81 und Rector Protf. Dr. Buderus.

Das Schuljahr nahm Montag den 9. April 1877 seinen Anfang mit der Prüfung und Aufnahme der neu angemeldeten Schüler.

Mit Beginn des Schuljahres wurde an Stelle des am Schlusse des vorigen Schuljahres(cf. Pro- gramm 1877 pag. 30) ausgeschiedenen Reallehrers Dr. Grosse der Candidat Hugo Brunner mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt. Derselbe musste jedoch am Schluss des Sommersemesters die Anstalt wieder verlassen, um seiner Militärpflicht zu genügen. Zu derselben Zeit verliess Can- didat Hülsmann die Austalt, um als Lehrer an die Gewerbeschule zu Aachen überzugehen. Mit Versehung der hierdurch vacanten Stellen wurden vom 1. October ab beauftragt die Candidaten August Weidemann und Carl Mohrmann.

Der Reallehrer Wiegand war seit Anfang Mai durch Krankheit an der Erfüllung seiner Be- rufspflichten gehindert und bat den 2. Juni um die Versetzung in den Ruhestand. Dieselbe wurde ihm vom 1. November ab gewährt. Es war ihm aber nicht vergönnt, diese Ruhe längere Zeit zu geniessen; er erlag den 9. März d. J. seinem Leiden. Seine Stunden mussten bis zum 15. October von den übrigen Lehrern mit versehen werden. Von da ab wurde der Candidat Hugo Spilling mit Versehung einer Lehrerstelle beauftragt.

August Weidemann, geb. den 16. September 1841 zu Waldkappel, evang. Confession, besuchte die Gymnasien zu Cassel und Marburg, dann nach bestandener Maturitätsprüfung die Universität Marburg, bestand die Prüfung pro facultate zu Marburg den 1. Nov. 1876 und war dann als Probecandidat an dem Gymnasium zu Marburg und zuletat als wissenschaftlicher Hülfslehrer an der höheren Schule zu Königs- winter a./Rh. thätig.