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Am 2. September wurde das Jahresfest der Schlacht von Sedan durch einen Schulakt gefeiert. Lehrer Heuser hielt die Festrede.
Am 25. September betheiligten sich Lehrer und Schüler bei dem feierlichen Empfang der weiter unter Führung Sr. Königlichen Hoheit des Kronprinzen zurückkehrenden Truppen.
Den 23. September begannen die Herbstferien und dauerten vierzehn Tage.
Am 9. October wurde der neu bestellte Rector, Dr. Budérus, durch Herrn Regierungs- und Schulrath Kretschel feierlich in sein Amt eingeführt und ihm vom Herrn Oberbürger- meister Nebelthau seine Bestallungsurkunde übergeben.
Carl Heinrich Budérus, ein Sohn des zu Rauschenberg verstorbenen Amts- Advokaten Georg Budérus, ist geboren zu Rauschenberg den 13. April 1835. Er besuchte das Gymnasium zu Marburg von 1844 bis 1853, dann die Universität daselbst bis 1857, wo er die Gymnasiallehrer-Prüfung bestand. Im Jahre 1858 trat er als Practikant am Gymnasium zu Marburg ein, wurde aber bald darauf mit Unterricht am Gymnasium zu Hanau beauftragt, von wo er in demselben Jahre in gleicher Eigenschaft nach Hersfeld ver- setzt wurde. Im Jahre 1860 bestand er die practische Prüfung für Gymnasiallehrer und wurde 1863 von der pbilosophischen Facultät in Marburg zum Doctor promovirt. In dem- selben Jahre wurde er als Hülfslehrer, 1866 als ordentlicher Lehrer angestellt. Im Anfange
des Jahres 1868 besuchte er mehrere Monate die Central-Turnanstalt zu Berlin und bestand die Turnlehrer-Prüfung.
Von den Lehrern trat im Winterhalbjahr der Lehrer Heuser nicht wieder in sein Amt ein, da er an die hiesige Realschule erster Ordnung versetzt war. Er ist seit dem 19. Mai 1856 an der Anstalt thätig gewesen. Neben seiner vortrefflichen wissenschaftlichen Ausbildung, namentlich auch in der englischen Sprache, hat er sich namentlich durch seinen liebenswürdigen Charakter bei Lehrern und Schülern Hochachtung und Liebe gewonnen und erhalten. Möge er in seiner neuen Stellung die Anstalt, an der er mit Freude gewirkt hat, in gutem Andenken behalten, wie er versichert sein kann, dass seiner bei uns stets mit Liebe gedacht werden wird.
An seiner Stelle wurde der Pfarrer Emil Heinrich August Spangenberg mit Unterricht beauftragt. Derselbe, ein Sohn des Landbaumeisters Spangenberg, ist geboren den 5. März 1837 zu Eschwege. Er besuchte das Progymnasium zu Eschwege und die Gymnasien zu Cassel und Hersfeld, und studirte von 1856 an in Göttingen und Marburg Theologie und neuere Sprachen. Nachdem er 1860 das theologische Examen bestanden hatte, gründete er eine Privatschule in Treysa. Nach zweijähriger Thätigkeit begab er sich von da zu seiner weiteren Ausbildung mehrere Jahre nach Paris, von wo er wieder nach Treysa zurückkehrte, um 1865 in das Pfarramt daselbst einzutreten und eine zweite Privatschule zu gründen. Während des Krieges gegen Frankreich war er als Feld-Lazareth-Prediger bei
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