Aufsatz 
Die Herbarien im Königlichen Museum zu Kassel. Ein Beitrag zur Geschichte der Herbarien
Entstehung
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Derselbe wurde in Gertenbach als ein Sohn des Lehrers Philipp Quehl geboren und genoss den Unterricht seines Vaters bis 1866, dann Privatunterricht in Witzenhausen bis 1867. Von da besuchte er die Präparandenschule zu Homberg bis 1868 und dann das Seminar daselbst bis 1871. Nachdem er im März die vorgeschriebene Elementarlehrer- Prüfung bestanden hatte, trat er den 18. April sein hiesiges Amt an. Derselbe hat um Entlassung aus seiner Stellung gebeten, um zu weiterer Ausbildung eine Hochschule zu besuchen und wird daher mit dem Schlusse des Schuljahres unsere Anstalt wieder verlassen.

Eine grosse Störung erlitt der Unterricht namentlich der Sexta im Sommer durch die Erkrankung des Lehrers Heimerich. Vom 26. April an konnte er keine Stunde mehr halten; im Juni übernahm er seine Stunden wieder zum Theil, aber nach den Sommerferien zeigte sich, dass er dauernder Pflege und Erholung bedürfe, und musste er seine Thätigkeit wieder ganz einstellen. Er hofft mit Beginn des neuen Schuljahres wieder eintreten zu können. Seine Stunden mussten unter die übrigen Lehrer vertheilt werden. Dr. Römer übernahm das Ordinariat und eine grössere Zahl Stunden. Mit Beginn des

Wintersemesters erst konnte weitere Hülfe beschafft werden in der Person des Schulamts-

Candidaten Wilhelm Laus..

Derselbe, ein Sohn des verstorbenen Ackermanns Georg Laus zu Binsförth, ist geboren

den 14. October 1849. Er besuchte das Schullehrerseminar zu Homberg von 1867 bis 1870, wo er die vorgeschriebene Prüfung bestand. Von da an versah er die zweite Lehrerstelle zu Geismar bei Frankenberg bis zu seinem hiesigen Eintritte. Wenn Heimerich zurück- kehrt, wird Laus an der Anstalt bleiben als Ersatz für den abgehenden Quehl.

Weitere erhebliche Störungen erlitt der Unterricht durch längere Erkrankung des Lehrers Schellhas am Typhus, dadurch, dass Candidat Quehl zum Abdienen seiner sechswöchentlichen Militärdienstzeit einberufen wurde, wobei er aber in den letzten Wochen einen Theil seiner Stunden übernehmen durfte, und endlich durch mehrmalige längere Krank- heit des zuletzt Genannten.

Im Mai machten die einzelnen Klassen in Begleitung der Ordinarien je einen gemein- schaftlichen Ausflug. Am 2. Juni machten die Classen Vb, VIa und VIb eine Turnfahrt mit dem Turnlehrer Boppenhausen, ebenso den 11. August die Klassen I, II und III, den 8. September die Klassen IVa, IVb und Va. Die Sommerferien dauerten vom 1. Juli an vier Wochen.

Innerhalb derselben, den 11. Juli, betheiligten sich Lehrer und Schüler, soweit sie an- wesend waren, an dem feierlichen Empfang der zurückkehrenden Truppen.

Am 14. August fiel der Nachmittagsunterricht wegen grosser Hitze aus, ebenso am 7. und 8. September.