Aufsatz 
Die Schlupfwespen Campoplex argentatus Gravenhorst und Diospilus oleraceus Haliday sowie deren Wohnungsthiere in ihrer Entwicklungsgeschichte / von H. F. Kessler
Entstehung
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füllt, welche in den ersten Tagen nach der Verpuppung breiig ist, mit der fortschrei- tenden Entwickelung der Puppe aber dadurch, dass sich in derselben eine körnig mehlartige Substanz absondert, welche sich in ein Klümpchen zusammenballt, immer dünnflüssiger wird. Ich halte diese Flüssigkeit für die übriggebliebenen und zerfallenen Körpertheile der ursprünglichen Nematuslarve.

Noch im Cocon, also ohne Einwirkung des Lichts, nehmen beide Thiere, Ne- matus ventricosus und Campoplex argentatus, die ihnen eigenthümliche Färbung an. Sind sie reif, so schneidet der Nematus von seiner Umhüllung am stumpfen Ende einen deckelartigen Theil ab, drückt denselben in die Höhe und scharrt sich dann aus der Erde hervor. Bevor dies die Schlupfwespe thun kann, muss sie erst die Seidenhülle durchbohren, auch ist ihre Ausgangsöffuung stets kleiner und nicht immer am stumpfen Ende des Cocons.

Ich lasse nun von beiden eine kurze Beschreibung folgen.

a. Nematus ventricosus Klug. Fig. 8.

Männchen und Weibchen stimmen im folgenden Merkmalen überein: Der schwarze Kopf ist im Verhältniss zum übrigen Körper klein, viel breiter als lang, so dass der Scheitel, auf welchem sich drei einfache schwarze Nebenaugen befinden, schmal ist. An den Seiten des Kopfes stehen die beiden zusammengesetzten schwarzen Augen, deren Rand mehr oder we- niger roth ist. Auf der Mitte der Stirn sind. die neungliederigen Fühler eingefügt, deren beide Grundglieder ganz klein sind, so dass sie zu- sammen kaum die Hälfte des dritten ausmachen, Fig. 8. die übrigen nehmen in ihrer Länge und Dicke Weidehen. ach der Spitze hin allmählich ab. Das blass⸗ gelbe Kopfschild ist klein und mit der Oberlippe wenig verwachsen; diese sowie die übrigen Mund- theile sind ebenfalls blassgelb. Das Bruststück ist etwas breiter als der Kopf. Auf dem Rücken desselben(Thorax) ist der erste Ring fast ganz unter den Kopfrand zurückgezogen, daher kaum

Fig. 9. m das Randmal. r die Radialzelle. c 4 Cu-

bitalzellen. d 2 Discoidälzellen. n die beiden bemerkbar; der Mittelring(Mesothorax) nimmt rücklaufenden Nerven. 1 die lanzettförmige 8. 3 zelle. 6 dagegen den grössten Theil des ganzen Thorax

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