Aufsatz 
Geschichte der hebräischen Sprache als lebende Sprache
Entstehung
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V. Chronik.

Das neue Schuljahr begann am 3. October, nachdem am 30. September und den folgenden Tagen die Anmeldung, Prüfung und Nachprüfung der Schüler ſtattgefunden hatte.

Die Klaſſenprüfungen(nicht öffentlich) wurden in folgender Weiſe gehalten: in VIa am 5. März; in VIb am 8. März; in V am 11. März; in IV am 15. März; in III am 17. März; in IIb am 19. März; in IIa am 24. März; in Ib am 28. März; in Ia am 1. April.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 3. April ward der bisherige Director des Gymnaſiums, Profeſſor Heinrich Bone, in den Ruheſtand verſetzt, und durch hohe Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom ſelben Tage dem Unterzeichneten dieinterimiſtiſche Verſehung der Directorialgeſchäfte übertragen.

Auch die Lehrer am Gymnaſium, Profeſſor Dr. Jacob Aloys Becker und Dr. Johann Baptiſt Killian, wurden durch Allerhöchſtes Dekret vom nämlichen Tage in den Nuheſtand verſetzt.

Ebenfalls durch Allerhöchſtes Dekret vom 3. April ward der Lehrer am Großherzoglichen Gymnaſium zu Gießen, Pro⸗ feſſor Dr. Ferdinand Anton Beck, zum Lehrer am Gr. Gymnaſium zu Mainz ernannt. Profeſſor Beck, geboren am 27. März 1819 zu Höchſt im Odenwald, ward als zweiter Lehrer an der Real⸗ und höhern Bildungsſchule zu Alzei am 16. December 1840 proviſoriſch, und am 20. Februar 1846 definitiv angeſtellt. Am 7. Januar 1855 ward er als Gymnaſiallehrer nach Gießen verſetzt; und erhielt am 30. September 1868 den Character alsProfeſſor. Durch Allerhöchſtes Dekret vom 3. April ward der Lehrer am Gymnaſium zu Mainz, Dr. Carl Ludwig Schall, zum Lehrer am Großherzoglichen Gymnaſium zu Gießen ernannt. Jedoch ward durch hohe Verfügung Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 21. April genehmigt,daß der zum Lehrer an dem Gymnaſium zu Gießen ernannte Gymnaſiallehrer Carl Ludwig Schall dieſe ſeine neue Dienſtſtelle vorerſt nicht antrete, ſondern bis auf Weiteres als Lehrer an dem Gymnaſium in Mainz verwendet werde.

Die Einrichtung des Unterrichts, welche in Folge der genannten Veränderungen getroffen wurde, iſt oben bei den ein⸗ zelnen Klaſſen angegeben worden.

Durch Allerhöchſtes Dekret vom 16. Mai ward der Gymnaſial⸗Lehramts⸗Acceſſiſt Dr. Joſeph Kieffer aus Kaſtel zum Lehrer am hieſigen Gymnaſium ernannt, welchem er früher als Schüler, ſodann im Jahr 1868 als Acceſſiſt, und, nach längerem Aufenthalt in Italien, ſeit dem Herbſt 1872 als proviſoriſcher Lehrer angehört hatte.

Zum Geburtsfeſt Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs hat die kirchliche Feier im Dom, welcher ſonſt immer das Lehrercollegium beiwohnte, in dieſem Jahr nicht ſtattgefunden. Dagegen ward bald darauf der ſchöne Tag des fünfundzwanzigjährigen Regierungs⸗Jubiläums Sr. Königlichen Hoheit des Großherzogs am 17. Juni unter allgemeiner froher Theilnahme auf's feſtlichſte begangen. Das Lehrercollegium insbeſondere war nicht blos bei der kirchlichen Feier im Dom zugegen, ſondern betheiligte ſich auch eben ſo freudig als zahlreich bei den Feſtlichkeiten, die Mittags und Nachmittags in derNeuen Anlage ſtattfanden.

VI. Schluß des Schuljahres.

1) Die öffentlichen Prüfungen werden in der Aula des Gymnaſiumss in folgender Weiſe gehalten: Samſtag den 16. Auguſt, Vormittags von 912 Uhr: VI und V; 16. Nachmittags 3 5 IV; Montag 18. Vormittags 9 12 III und II b; 18. Nachmittags 3 5 IIa; Dienſtag 19. LVormittags 10 12 Ib; 2) Die Schlußfeier und Preisvertheilung wird Mittwoch den 20. Auguſt, Vormittags 10 Uhr, nach vorher⸗ gegangenem feierlichem Gottesdienſte, im Akademieſaale des Schloſſes in folgender Weiſe gehalten: 1) Geſang: Aus Pſalm 23.Gott iſt mein Hirt. Muſik von Fr. Schubert. 2) Declamationen der Schüler in verſchiedenen Sprachen. 4 3) Geſang: Der Wald. Quartett von Häſer. 4) Vorträge der Schüler nach eigener Ausarbeitung: a. Karl Horch(Unterprimaner):Honos alit artes. b. Oskar Hauswald(Abiturient):Der Mann muß hinaus in's feindliche Leben. 5) Geſang: Gott iſt mein Lied. Von Gellert. Muſik von Beethoven. 6) Entlaſſung der Abiturienten. 7) Breisvertheiſung.