AKeris excelsa statua perennis Nec minus gratis animis piorum Civium, semper tuearis almae Munera pacis,—
Quae novo quondam populo parabas ³) Post graves ictus rigidique Martis Damna, Musarum vigilans patronus Magnanimusque.
Inde sit virtus tua dux comesque Principi nostro, suboli serenae, Lucidum sidus velut aestuoso
Aequore nautis,
Ut propagatis bene, Ludovice, Artibus curisque tuis salus ac Prosperi fructus oriantur usque
Aedibus hisce.
Nach Beendigung dieses Vortrags durch Schüler der verschiedenen Klassen und Altersstufen fand die Uebergabe des Gebäudes von Seiten des Grossherzoglichen Kreisbau- amtes an die Grossherzogliche Regierung statt, indem Herr Kreisbaumeister Wiessell mit einigen passenden Worten Herrn Geh. Staatsrat Knorr den Schlüssel zum Schulgebäude überreichte.
Nunmehr richtete der Herr Regierungscommissär seinerseits an den Director des Gymnasiums eine kurze, aber eindringliche Ansprache, in welcher er die Bedeutung des Tages hervorhob, die besten Wünsche für das fernere Gedeihen und Blühen des Gymnasiums aussprach und der festen Zuversicht Ausdruck gab, dass Director und Lehrer in plan- mässigem Zusammenwirken alle Kraft dafür einsetzen würden, dass die Anstalt auch in dem neuen anmutigen Heim ihre hohe Aufgabe ganz und voll erfülle.
Mit diesen Worten übergab er den Schlüssel zu dem Schulgebäude dem Gymnasial- director Dr. Keller, welcher nach einer kleinen Pause, die durch den Vortrag eines zweiten kurzen Gesangstückes, des Domine salvum fac principem nostrum etc., von Seiten der Schüler ausgefüllt wurde, die Rednerbühne bestieg und folgende Festrede hielt:
³) Bensheim wurde 1802 hessisch und kam damals unter das Scepter des Landgrafen Ludwig X., des nachherigen Grossherzogs Ludwig I, des um Pflege und Hebung der Schulen so hochverdienten Fürsten. Schon 1804 wurden die seitherigen 2 Lehrerstellen der lateinischen Schule zu Bensheim auf 4 vermehrt, und 1827 wirkten unter seiner Regierung ausser dem Director bereits 6 Lehrer.


