Aufsatz 
Die grammatischen Kunstausdrücke
Entstehung
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II. Kl. 2 St. in 2 Abtheil. Die gebräuchlichſten Choräle mit Pedal; leichte Orgelſtücke I. Kl. 2 St. in 2 Abtheil. Fortgeſetztes Choralſpiel mit Pedal; verſchiedenartige Orgelſtücke; mit den Geübteren das Trioſpiel. Nothwendige Kenntniß der weſentlichen Theile der Orgel. Bei den Morgen⸗ und Abendan⸗ dachten ſpielten die Seminariſten der I Klaſſe abwechſelnd die Orgel. Außerdem übten ſich die Zöglinge aller Klaſſen regelmäßig privatim auf der Orgel.

3. Clavier. III. II. u. I. Kl., jede 2 St. in 2 Abtheilungen: Sonaten, Etuden dc. ꝛc. 4 Violine.

III. II. u. I. Kl., jede 1 St. Uebungsſtücke, der Fertigkeit der einzelnen Abtheilungen entſprechend; mit den Geüb⸗ teren zeitweiſe Quartettſpiel

d. Gymunaſti k.

In andauernder Ermangelung eines Turnlehrers mußte das regelmäßige Turnen ausgeſetzt bleiben. Dagegen wurden die Uebungen mit der Seminarfeuerſpritze fortgeſetzt; auch das Baden wurde, wie es die Witterung und die ungünſtigen Verhältniſſe des ſehr entfernten Badeweihers geſtatteten, unter Aufſicht eines Semi⸗

narlehrers ausgeübt. Desgleichen wurden außer öfteren gemeinſamen Spaziergängen die Mittwoch⸗ und Samſtag⸗Nachmittage während des Sommers regelmäßig abwechſelnd von Klaſſe III. und II. unter Aufſicht des H. Reallehrers Becker zu naturkundlichen Exkurſionen verwendet.

Der regelmäßige Exercierunterricht wurde durch den Seminarpedellen Oppel unausgeſetzt ertheilt, und

zwar in folgender Weiſe:

III. Kl Im Sommer 3 St.: Stellungen, Wendungen und Marſchuͤbungen, Anfangs ohne, ſpäter mit Gewehr; im Winter 2 St.: Handgriffe mit dem Gewehr, ſpäter Marſchübungen mit dem Gewehr

II. Kl. Im Sommer 3 St.: Stellungen, Wendungen, Marſchüͤbungen mit Gewehr und die verſchiedenen Ladungen; im Winter 2 St.: Handgriffe mit dem Gewehr und die verſchiedenen Ladungen, ſowie Stellungen und Be⸗ wegungen zu Bataillons⸗ und Rottenfeuer.

I. Kl. Im Sommer 3 St: Stellungen, Wendungen, Marſchübungen mit Gewehr und die verſchiedenen Ladungen; im Winter 2 St.: Handgriffe mit dem Gewehr und die verſchiedenen Ladungen ſowie Stellungen und Be⸗ wegungen zu Bataillons⸗ und Rottenfeuer.

3. Disciplin.

Mit dem unter den Zöglingen herrſchenden Geiſte, der ſich vorherrſchend durch aus⸗ dauernden Fleiß, durch Gradheit und willigen Gehorſam offenbarte, hat das Lehrercollegium volle Urſache zufrieden zu ſein. Beſondere Anerkennung verdient in dieſer Hinſicht die oberſte Klaſſe. Die wenigen Ausnahmsfälle, wo der Director ſtrafend einzugreifen für nöthig fand, deuteten höchſtens auf augenblickliche jugendliche Unüberlegtheit und führten raſch in das Geleiſe einer wohldenkenden Beſonnenheit zurück. Bei dieſer Gelegenheit erlaubt ſich Schreiber dieſes hier wiederholt im Einklange mit ſeinen Herrn Collegen öffentlich auszuſprechen, daß an der An⸗ ſtalt, wie bisher, mit der möglichſten Allſeitigkeit auf einen ehrlichen evangeliſchen Glauben, aber nicht auf eine ſpeclal ſirte ſ. g. Glaubensrichlung, auf die ehrliche Glau⸗ bensfrucht, aber nicht auf eine einſeitige Glaubensform, und zwar frei und organiſch, niemals mechaniſch, hingearbeitet wird.

4. Geſundheitszuſtand.

fried Derſelbe war in dem verwichenen Schuljahre bei Lehrern und Zöglingen durchaus be⸗ riedigend.

UI. Chronik.

Die Abiturientenprüfung und die öffentliche Prufung am Schluß des vorigen Schuljahres ſanden wie die Concucsprüfung unter Leitung des Herzoglichen Regiernngscommiſſarius Herrn Regierungsrathes Dr. Firnhaber vom Lôſten bis 25ſten April 1861 ſtatt; zu der letzteren hatten

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