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Heidelberg, H.: Elementargram. d. d. Sprache. Celle 1858. 8.
Brüning, G.: Rein prakt. tabellariſcher Abriß d. d. Gram. 2. Curſus. Leipzig 1859. 8.
*Schleicher, Aug.: Die d. Sprache. Stuttgart 1860. 8.
Schüth, H.: Leitfaden und Uebungsbuch beim d. Sprachunterrichte in Elementarſchulen. Pa⸗ derborn 1860. 8.
Grünewald, Hr.: Deutſche Sprachl. für die Lehrer an deutſchen Schulen. Kaiſerslautern 1860. 8.
*Schmied, J. J.: Der deutſche Satz. St. Gallen 1861. 8.
*Vernaleken, Th.: Deutſche Syntax. 1. Theil. Wien 1861. 8.
I. Buchſtaben.
Der Buchſtab, Buchſtabe heißt älterneuhochd. Buchſtab, Buochſtab, mhd. buochstap, buochstabe, ahd.(9. Jahrh.) buochstab, puohstap, põhstap und bedeutet urſprüng⸗ lich einen Stab(Zweig) der Buche, auf welchen ein Runenzeichen eingeritzt war.„Dies wort (Buch) führt unmittelbar in die heidniſche zeit. wie den Griechen BuXos, BißXos baſt, rinde und dann, weil ſie bemahlt, beſchrieben wurde, ſchrift, brief und buch, den Römern liber baſt und buch bedeutete; ſo gieng unſern vorfahren, die ihre ſchrift auf ſteine und zum gewöhnlichen gebrauch auf büchene breter ritzten, die vorſtellung des eingeritzten über auf buche, den namen des baumes, aus deſſen holz breter und tafeln am leichteſten geſchnitten werden konnten; noch im heutigen buchſtab weiſt ſtab auf den hölzernen deutlich hin. Nicht anders bezeichnete auch codex und tabula ſowol das beſchriebene holz, als hernach das buch.* Grimm, d. Wb. 2, 467 unter Buch.
Die älteren deutſchen Grammatiker vor Gottſched theilen die Buchſtaben in Vokale und Konſonanten, ohne weitere Unterabtheilungen zu machen. Gueintz und Schottel nennen die Vo⸗ kale ſelbſtlautende, die Konſonanten mitlautende Buchſtaben; Stieler nennt jene Stimmer oder ſelbſtlautende, dieſe Mitſtimmer, Mitklinger oder mitlautende Buchſtaben. In einer Anmerk. S. 185 ſagt Schottel, daß Andere auch Stimmer und Mitſtimmer(dies ſchon bei V. Ickelſamer um 1531) gebrauchten.
Die Konſonanten werden ſeit langer Zeit eingetheilt: a) nach den Organen, mit denen ſie ausgeſprochen werden, in Lippen⸗, Zungen⸗(oder Zahn⸗) und Gaumen⸗(oder Kehl⸗) buch⸗ ſtaben und b) nach ihren Eigenſchaften in halblaute und ſtumme oder ſtarre. Stumm oder ſtarr ſind eigentlich alle Konſonanten, doch ſind einige(l, m, n, r) hörbarer als andere, weshalb ſie halblaute oder auch(weil ſie ſich leicht, jeder fur ſich und unter ſich abwechſelnd, ſchnell in aufeinander folgenden Sylben wiederholen laſſen, leicht an andere Konſonanten ſich an⸗ ſchließen, mit denſelben faſt in einen Laut verſchmelzen) flüſſige, bei Einigen Schmelzlaute heißen. Die eigentlich ſtummen Konſonanten zerfallen in: a) hauchende(aspiratae), b) hauch⸗ loſe(tenues) und c) mittlere(mediae), die zwiſchen den zwei erſt genannten Reihen ſtehen.— Mit dieſen Eintheilungen reicht man aus; doch hat man auch andere Eintheilungen und Benenn⸗


