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I. Kl. 2 St. Die 4 Evangelien im Zuſammenhange, von der Verklärung Jeſu auf dem Berge bis zu Ende.
2 St. Grundſätze der evangeliſchen Katechetik im Sommer; im Winter Katecheſen uͤber Gleichniſſe des Herrn, Geſangbuchslieder und kurze Lehrtexte mit der oberen Knabenklaſſe der Elementarſchule.
1 St. Katechismuskatecheſen über die geſammte Glaubenslehre mit der oberen Mädchenklaſſe in der Elementarſchule.(Jeder Seminariſt hielt 6 ausgearbeitete und zuvor beſprochene Katecheſen, welche alle nach⸗ rräglich durch den Lehrer und die Mitſchüler kritiſirt wurden.) Lex.
2 St. Kirchengeſchichtliches, in Verbindung mit der Weltgeſchichte: Bemerkungen über die Entwickelung des Papſtthums, des Mönchsweſens und die Vorläufer der Reformation; ausführliche Erzählung der Refor⸗ mationsgeſchichte im Anſchluß an Luthers, Zwinglis und Calvins Leben; die politiſch⸗religiöſen Kämpfe in Schweden, Frankreich, England, Niederlanden. Das deutſch⸗evangeliſche Kirchenlied. Spener und der Pietis⸗ mus. Der Unglaube im Zeitalter der Aufklärung; die Union und die Anfänge einer gläubigeren Zeit; das evangeliſche Miſſionswerk.— 1 St. Katechiſationen über bibliſche Geſchichten in den 3 Klaſſen der Elementar⸗ ſchule.(Jeder Zögling katechiſirte dreimal.) Göz.
b. Deutſche Sprache.
III. Kl. 7 St. Grammatik: Laut⸗ und Sylbenlehre, Wortlehre, Declination und Conjugation, vollſtändig durchge⸗
nommen.(Meiſter's Grammatik.) Aufſätze wurden nach vorgeleſenen Muſtern und nach Gedichten 19 aus⸗ gearbeitet; etliche andere wurden in der Stunde aufgeſetzt. Orthographiſche Uebungen wurden wöchentlich zweimal nach Schäffers Leitfaden vorgenommen. Vierzehn weltliche Lieder, meiſtens nach ſingbaren Weiſen, und kleine Gedichte, auch zwei proſaiſche kleine Stücke wurden auswendig gelernt, und die Inhaltsangabe nebſt andern Bemerkungen dazu von den Schulern unter Anleitung des Lehrers ausgearbeitet und in beſon⸗ dere Hefte eingeſchrieben. Außerdem wurde das Naſſauiſche Leſebuch für die oberen Klaſſen der Elementar⸗ ſchule faſt ganz durchgeleſen mit häufiger Beſprechung des Inhalts der Stücke und angeknüpften grammati⸗ kaliſchen Uebungen. Göz.
II. Kl. 6 St. Sprachlehre: Wiederholung des in Kl. III. Gelehrten; Satzlehre; mündliche und ſchriftliche Wort⸗
I.
Kl.
und Satzanalyſe; beſondere orthographiſche Uebungen.— Stylübungen: Eigentliche Aufſätze, beſtehend in Nachbildungen und Umbildungen; Geſchäftsaufſätze; 6 Facharbeiten aus der Naturgeſchichte. Alle Aufſätze wurden müͤndlich und ſchriftlich corrigirt. Schriftliche Ausarbeitungen aus dem Bereiche anderer Unterrichts⸗ gegenſtände wurden zuweilen nachgeſehen.— Leſen: Uebungen im ausdrucksvollen Leſen, im Wiedergeben und Umbilden des Geleſenen.(Wackernagel's Leſebuch Thl. II.) 18 Gedichte wurden memorirt, 9 davon aus⸗ führlich erklärt; biographiſche Mittheilungen über die betreffenden Dichter wurden angereiht.— Controlirung des aus der Seminarbibliothek Geleſenen durch mündliches Wiedergeben und Anfertigen ſchriftlicher Auszüge. Uebungen im Declamiren. 4 St. Sprachlehre: Wiederholung der Wort⸗- und Satzlehre; mündliche und ſchriftliche Wort- und Satzana⸗ lyſen. Das Veſentlichſte aus der Lehre vom Style; beſondere orthographiſche Uebungen. Stylübungen: Eigentliche Aufſätze. Nachſtehende Themen wurden nach mündlicher Erlaͤuterung bearbeitet: 1) Das deutſche Land. 2) Ueber die Chriſtenverfolgungen.(Göz.) 3) Ueber den landwirthſchaftlichen Unterricht in der Volksſchule. 4) Umſtändliche Erklärung der Geſchichte vom Stater im Munde des Fiſches.(Lex. 5) Cha⸗ rakteriſtik der Perſonen in dem Gedichte„des Sängers Fluch“ von Uhland. 6) Warum ſoll der Erzieher die Individualität des Zöglings berückſichtigen?(Lex.) 7) Welche Stellung nimmt der naturkundliche Un⸗ terricht in der Volksſchule ein, und wie muß er behandelt werden? 8) Rudolph von Habsburg. 9) Der Rhein. 10) Die Freuden des Schulmanns. 11) Frühlingsgedanken. 12) Was der Menſch ſäet, das wird er ernten.— Geſchäftsaufſätze; amtliche Aufſätze; 6 Facharbeiten aus dem naturkundlichen Unterrichte. Alle Aufſätze wurden mündlich und ſchriftlich corrigirt.— Leſeübungen.(Wackernagels Leſebuch Thl. III.) Durch fortgeſetztes Memoriren und Wiederholen ſind 30 Gedichte gegenwärtig, 15 davon ausführlich erklärt. Ein⸗ führung in die Volksliteratur durch biographiſche Mittheilungen. Breidenſtein..
3 St. Anweiſung in der Behandlung des Sprachunterrichts in der Volksſchule nebſt praktiſchen Uebungen. Zitzer.
c. Evangeliſche Volksſchulpädagogik.
II. Kl. 2 St. Im Sommer die Schulkunde im engern Sinne: Nothwendigkeit, Weſen, Zweck, Stellung, Arten
und allgemeine Bildungsmittel der Volksſchule im chriſtlichen Sinne des Wortes; äußere und innere Einrich⸗ tung derſelben hinſichtlich der Schüler und Lehrer, insbeſondere im Vaterlande; Weſen, Grundſätze und Mit⸗ tel der ſ. g. Diseiplin oder Volksſchulzucht.— Im Winter Erziehungskunde oder Pädagogik im engern Sinne: Populäre und überſichtliche Geſchichte des Erziehungsweſens im chriſtlichen Europa; Erklärung der wichtigſten pädagogiſchen Grundbegriffe, Weſen der Erziehung im evangeliſchen Sinne, oberſte Grundſätze und


