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Zergliederung und Entwickelung der Elemente dieſer Fertigkeit die ſchon erlangte Befaͤhigung aufklaͤrend und befeſtigend; und ſo wird es nicht ſchwer ſeyn durch ſtufenweiſe Uebung, Berichtigung, Bildung und gegebenes Mu⸗ ſter auch dem Tone des Leſens den Ausdruck mitzutheilen, welcher den ei⸗ gentlichen Gehalt und den Sinn des Gedankens dem Gefuͤhle und dem Verſtande lebendig offenbart. Entgehen wird es dem aufmerkſamen Erzieher nicht, wie die Leſefertigkeit beſonders der Mutterſprache einen eigenen Ein⸗ fluß auch auf andere Sprachen bewaͤhret; ſo daß derjenige, welcher die deutſche Sprache gut, richtig und mit Ausdruck lieſ't, gluͤckliche Fortſchritte in der Leſefertigkeit anderer Sprachen, welche zu erlernen in ſeinem Kreiſe liegen, zeigt.
An die ſchon dargeſtellten Uebungen der muͤndlichen Rede und der nothwendigen Leſefertigkeit ſchließt ſich ſehr genau an die Kenntniß der Rechtſchreibung der Mutterſprache. Die Sprache durch an⸗ ſchauliche und allgemein verſtaͤndliche Zeichen— in ihren einzelnen Erſchei⸗ nungen aufzunehmen, feſtzuhalten und auszudruͤcken forderte das Beduͤrfniß der Mittheilung bey allen Voͤlkern, ſobald ſie die erſten Stufen ihres Cul— turganges zuruͤckgelegt ſahen.— Die Ausbildung dieſer Zeichen zu einer durch Einfachheit, Deutlichkeit, Ordnung, Uebereinſtimmung und fließender Gewandtheit ſich empfehlenden Handſchrift zu vollenden, iſt die eigene Sache der Schoͤnſchreibekunſt. Der innere Gehalt des Gedankens ewpfielt ſich durch eine aͤußere, ſchoͤne Form wie der Rede, ſo der Schrift, dem Auge und der Seele auf eine wohlgefaͤllige Art. Die gelehrten Vorſchulen wuͤrdigen daher auch die Uebungen in der Schoͤnſchreibekunſt ihrer beſonderen Sorgfalt und nachdruͤcklichen Empfehlung und glauben da⸗ durch die Rechtſchreibung der deutſchen Sprache nicht ohne Grund auf eine angenehme Weiſe zu erleichteren und zu unterſtuͤtzen; beſonders da in dem Jugendalter das Urtheil uͤber das, was Wichtigkeit oder Kleinigkeit zu


