Aufsatz 
Über den Privatfleiß der Zöglinge auf öffentlichen gelehrten Schulen
Entstehung
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ſeinem Ziele ſtrebt, unbekümmert, ob in Verbindung, oder, als ein abgeriſſenes Inſtitut, welches ſeinen eigenen Anſichten und Grundſätzen folgt; da iſt die allge⸗ meine Wirkſamkeit der öffentlichen Anſtalt aufgehalten und geſtört; und das Ge⸗ deihen derſelben, wo man es wahrzunehmen glaubt, iſt in den meiſten Fällen nur ein Schein, einſeitig und ohne Gründlichkeit. Weit entfernt dieſe Privatthätigkeit von allen Zöglingen und auf verſchiedenen Anſtalten in demſelben Grade und der⸗ ſelben Ausdehnung zu fodern, leitet vielmehr bey dem einzelnen Zöglinge die beſon⸗ dere Anſicht ſeiner häuslichen Verbindung, und bey einer ganzen Anſtalt, ihre äußere Lage und Stellung die Foderung und Beurtheilung der Privatthätigkeit. Die Stadt, welche eine öffentliche Schule zu ihren beſondern Vorzügen zählt, die Art, wie in derſelben die Menſchen das Leben auffaſſen, der Geiſt ihrer Beſchäf tigung, die Weiſe ihrer Vergnügungen, die herrſchenden Sitten, die Gewohnheit, die Jugend ehrend heraufzuziehen oder ſchmeichelnd zu ihr hinabzuſinken; dieſe örtlichen Verhältniſſe ſtören und hindern, oder fördern und unterſtützen den öffent⸗ lichen Bildungsgang und beſonders die häusliche Thätigkeit. Eine frohe Erſchei⸗ nung iſt es jedoch ohne Widerrede, daß wahrer Privatfleiß Einzelne auf jeder Schule auszeichnet und daß dieſer Privatfleiß Einzelner von jedem guten Jugend⸗ genoſſen erkannt und geſchätzt und nicht ſelten als Sporn zu gleicher Thätigkeit ergriffen wird. Gerecht iſt gewiß die Foderung der öffentlichen Schule an einen allgemeinen Privatfleiß und erlaubt der Wunſch, daß alle Hinderniſſe, welche in der Lage des Einzelnen entgegenſtehen, immer mehr verſchwinden möchten. Denn wie kann der Zögling mit Erfolg und Freude zu Hauſe ſeine Thätigkeit fortſetzen, wenn ihn nicht einmal ſeine äußere Umgebung unterſtützt? überſehen, unbeach⸗ tet, was er beginnet und wie er es beginne, theilt er ein Zimmer mit dem oft ſtörenden Familienkreiſe, er, der ungeſtört, als Glied einer öffentlichen Schule, dem Drange ſeiner aufgeregten Thatkraft ſeine Muße darbringen möchte. Aber noch weit weniger wird zu Hauſe derjenige leiſten, welchen Trägheit beherrſcht und 2