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und des Buches Esther(Noack§ 6— 15, und§ 16.)— Ausgewählte Stellen aus den grossen Propheten(Noack§ 24— 27); die Messianischen Weissagungen(Noack§ 29).— Der Psalter§ 20).
Aus dem neuen Testament: Das Evangelium des Matthäus wird vollständig gelesen mit eingehender Berücksichtigung der Bergpredigt und der Gleichnisse.— Gelesen werden ferner der Jakobus-, 1. Petrus- und 1. Johannisbrief.
b) Im Anschluss an die Bergpredigt die Hauptpunkte der Sittenlehre(Noack§ 120 u. 121.)
c) Kirchengeschichte. Die Hauptdaten der Reformationsgeschichte(Noack§ 80— 90, 1).
d) Kirchenlied. Die in Sexta und Quinta gelernten Lieder werden wiederholt, ferner
die Psalmen 1, 23, 130. Prima.
a) Bibelkunde. Inhalt des neuen Testaments im Auszuge nach Noack§ 31— 45.— Gelesen werden: Die Apostelgeschichte(vollständig) und ausgewählte Abschnitte aus dem Römer-, Galater-, 2. Corinther- und Epheserbrief.
b) Glaubenslehre nach Noack§ 99, 100, 101, 105, 106, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 122 bis 125.
c) Kirchengeschichte. Das Notwendigste über die Lehrstreitigkeiten und Sekten der ersten Jahrhunderte, sowie über die Scholastik und Mystik des Mittelalters, Noack§§ 55, 56, 57, 69, 70. Wiederholung der Hauptdaten der Reformationsgeschichte.— Dazu in dem ersten Jahr: Die Nachwirkungen der Reformation, Noack§ 92(Spener, Franke) und aus§ 95 der auf die Union bezügliche Passus; im zweiten Jahre: Die Vorbewegungen der Reformation (Noack§ 74—77).
d) Kirchenlied. Wiederholung der in Quarta und Tertia gelernten Lieder, ferner die Psalmen 90, 103, 121.
II. Katholische Religionslehre.
A. Vorbemerkungen.
Für den katholischen Religionsunterricht an der städtischen Realschule zu Wiesbaden sind die Klassen der Realschule in folgender Weise kombiniert:
Sexta und Quinta haben wöchentlich.... 2 Standen, Quarta und Tertia haben wöchentlich.... 2„ Secunda-, Unter- und Oberprima haben wöchentlich 2„ Sexta hat für sich allein noch,...... 1 Stunde.
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Im ganzen sind also wöchentlich 7 Stunden Religionsunterricht.
Zweck des Religionsunterrichtes ist die Weckung und Entwicklung des christlichen Lebens
der Jugend und ihre Heranbildung zur christlichen Volljährigkeit. Fachmässige, wisseuschaftliche Theologie soll nicht gelehrt, sondern Schulunterricht soll erteilt werden. Es sind die Schüler durch die Milch der Religionswissenschaft zur wahren Liebe Gottes und des Nächsten anzuleiten.


