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Sprachen und Bekanntwerden mit dem claſſiſchen Alterthum zu ſein, die Cultivirung der Mathematik und der mit dieſer zuſammenhängenden Wiſſenſchaften in den Bereich ſeiner Thätigkeit gezogen hat, ſo hat auch umgekehrt die Realſchule, welche ſchon von vornherein das Sprachſtudium nicht gänzlich ignoriren gekonnt hatte, ihren eigentlichen Charakter verlaſſend und von ihrer urſprünglichen Be⸗ ſtimmung, nämlich dem Gewerbeſtand eine Vorbereitungsanſtalt zu ſein, abgehend, für einen großen Theil derjenigen, die ehedem ihre Vorbildung für ihren dereinſtigen Lebensbernf auf dem Gymnaſium ſuchten und ſich aneigneten, dieſe übernommen und damit das Studium von Sprachen und Geſchichte ihren Zöglingen bis zu einem gewißen Grade zur Pflicht gemacht. Außer der deutſchen und latei⸗ niſchen Sprache ſind es jene beiden,— das Franzöſiſche und Engliſche— welche ſich weit über die Grenzen ihrer Heimathländer hinaus eine Geltung und ein Anſehen erworben haben, um welche ſie die Idiome anderer Völker zu bringen bislang nicht im Stande geweſen ſind, und deren Pflege gerade vorzugsweiſe der Realſchule zugefallen iſt.
Hat man aber für das Gymnaſium Geſchichte und Archäologie als nicht blos das Sprachſtudium fördernde, ſondern als geradezu nothwendige und unentbehrliche Acceſſorien zu möglicher Vervoll⸗ ſtändigung der claſſiſchen und humaniſtiſchen Studien, ſoweit am Gymnaſium von ſolchen die Rede ſein kann, erkannt, ſo wird auch die Realſchule— nur mit dem Unterſchiede des dem Sprach⸗ unterrichte entſprechenden hiſtoriſchen Stoffes— für die Folge höhere Anforderungen als ſeither in dieſer Richtung an ſich ſtellen laſſen müſſen und nicht umhin können, in der Geſchichte jene Bedeutung, welche dieſelbe nicht ſowohl für die Schule, als vielmehr für das Leben hat, anzuer⸗ kennen.


