Aufsatz 
Antigone. Tragödie von Sophokles. Zur Einweihungsfeier des neuen Gymnasiums in Limburg an der Lahn übersetzt und für die Aufführung bearbeitet
Entstehung
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Kein Sterblicher auch, des Tages Sohn; Der Exrgriffne raset.

Schlußstrophe. Auch mich führt schon, was ich anseh'n muß, Weit über die Bahn des Gesetzes hinaus; Nicht länger bezwing ich der Tränen Erguß, Da ich sehe, wie nun Antigone Dort in das Alles verschlingende Crab eilt.

Viertes Stasimon. Val. S. 31.

Auch der Danae Reiz mußte des Himmels

Lichtstrahl einst mit der Nacht tauschen im erzdichten

Haus und verborgen

Im grabähnlichen Ruhgemach wohnen.

Und doch war sie, o Kind, Kind von Geburt edel,

Und trug hegend im Schoß goldner Saat Ströme von Zeus.

Ja, wohl ist des Geschicks Obergewalt furchtbar;

Nie kann der Reichtum, Ares nie,

Kein Turm ihr, noch das dunkle Schiff

Entflieh'n, das rings die Wog' umbrauset.

Fünftes Stasimon. Wal. S. 35.

vielnamiger! Wonn' und Stolz der Kadmosjungfrau,

Du des stark erdonnernden Zeus Geschlecht!

Du Schutz der herrlichen

ltalia, des gemeinsamen

Meerbusens Herrscher am Strand,

Wo auch Der thront.

Hör' uns, Bakcheus, in Thebe der Bakchanten

Stadt wohnend an Ismenos' feuchtem Gewässer, vereint

Der Saat des wilden Drachen!

Hör' uns! Hör' uns! Bakcheus, Bakcheus!