Aufsatz 
Revision der deutschen handelsgeographischen Literatur, hauptsächlich aus dem Gesichtspunkte des Schulbedürfnisses / [Janson]
Entstehung
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dafs die deutschen Staaten weder geographisch nach ihrer Lage, noch alphabetisch aus Gründen der Bequemlichkeit, was den Gebrauch der Schrift angeht, noch auch handels- geographisch nach den gegenseitigen Austauschverhältnissen zwischen ihren Ländergebieten oder nach ihren handelspolitischen Verbindungen sich folgen, sondern lediglich nach Rang- und Machtverhältnissen geordnet sind, wird sich nicht viel Vernünftiges sagen lassen. Jeder fremde Erdtheil ist in einen einzigen Artikel zusammengezogen, welcher dann in gleicher Art behandelt ist, wie der einem einzelnen europäischen Staate gewidmete. Wenn dabei Guayaquil und Halifax, Minieh und Mogador, Tobolsk und Tokat neben einander fallen, so ist das der oben erwähnten Bequemlichkeitsrücksichten wegen unver- meidlich. Bei den einzelnen Handelsplätzen ist übrigens immer das Wissenswertheste im

Auszuge gegeben.

16. Räckblich auf die zuweite Gruppe.

Wir dürfen die Werke, in welchen die Systematik unseres Gegenstandes sich ver- sucht hat, nicht verlassen, ohne erstens die Häufung der Ziele, die sie zu erreichen streben, in das Auge gefaſst, ohne zweitens auf eine Partie verwandter Schriften, die ihrer Verbreitung im Wege ist, einen Blick geworfen, und ohne drittens den Grad be- messen zu haben, in welchem sie der Auferbauung der Handelsgeographie als Wissen- schaft dienen.

Was die Häufung der Ziele betrifft, so ist sie, wenn ernstlich gemeint und nicht nur auf dem Titel figurirend, in den Augen dessen, der in Beziehung auf innere Einheit und folgerichtigen Zusammenhang einer Arbeit strengere Anforderungen macht, keine Empfehlung. In der That hat das Bestreben, Vielen zugleich zu dienen, weder dem Werke von Becher, noch dem von Nischwitz, wo die Cumulation am stärksten ist, zu besonderem Vortheile gereicht; und dieſs gilt nach der Seite des buchhändlerischen Er- folges hin ebenso sehr, wie nach der Seite des inhaltlichen Zusammenschlusses aller Theile zu einem von einer Idee getragenen Ganzen. Namentlich sind die praktischen Bedürfnisse der Kaufleute, Fabrikanten und Staatsmänner nicht durch dieselbe Gabe mit zu befriedigen, welche das Verlangen nach einer Handelsgeographie für Handels-, Gewerbs-, Real- und andere Schulen etwa zu stillen vermag. Sogar schon die Glieder jeder ein- zelnen Reihe, unter sich verglichen, zeigen eine verschiedene Stellung zur Handelsgeo- graphie; und zwischen dem, was dem Comptoir, und dem, was einer Schulanstalt frommt, ist der Unterschied noch gröſser. Die Neuern scheinen ihn begriffen zu haben: bei Heuser tritt entschieden das Geschäft, bei Steinhaus, dessen Lehrbuch in unserer dritten Gruppe seinen Platz hat, ebenso entschieden der Schulunterricht in den Vorder-