Aufsatz 
Revision der deutschen handelsgeographischen Literatur, hauptsächlich aus dem Gesichtspunkte des Schulbedürfnisses / [Janson]
Entstehung
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er den Ansprüchen auf schöne Form zugleich vollkommen Genüge zu leisten versteht, hat er in seiner Culturstatistik*) bewiesen, einem Werke, auf das wir bald zurück- kommen werden.

15. P Heuser.

Praktisches Handbuch für das kaufmännische und gewerbliche Geschäftsleben, enthaltend eine Handelsgeographie, mit Hinzufügung der Münz- und Wechselverhältnisse, mehrerer Tabellen über Maſs- und Gewichtsgleichungen, sowie auch Zins- und Zinseszinstafeln,

der preuſsischen, französischen und deutschen Wechselgesetze etc. Neue Ausgabe, Elberfeld 1851.

Aus dem Titel schon ist zu ersehen, daſs das Heusersche Buch in die 4 Gruppen dieses Aufsatzes schwer einzureihen war. Es hat einige Verwandtschaft mit der ersten, denn die Folge der bearbeiteten Länder und innerhalb der einzelnen Länderbeschreibungen wieder der Städte ist eine alphabetische; es steht aber auch in einem verwandtschaft- lichen Verhältnisse zur letzten Partie unserer dritten Gruppe, weil es junge Handlungs- beflissene belehren will und defshalb in geographischem Rahmen eine encyclopädische Zusammenstellung von allerlei Wissenswerthem für Handlungszöglinge gibt. Da jedoch die Beschreibung jedes Staates, abgesehen von der ungeographischen Folge der Handels- plätze, ein kleines systematisches Ganzes bildet, dessen stoffliche Ordnung durch Gröſse und Länderbestand, Bodenbeschaffenheit, Flüsse und Kanäle, Producte, Industrie und Handel, Staatseintheilung u. s. w. sich bezeichnen lälst, und da Heusers Buch vorzugs- weise die Bestimmung hat, praktischen Geschäftsleuten zu dienen; so mag es als eins der jüngsten Kinder der literarischen Production auf handelsgeographischem Felde neben dem Werke v. Redens einen Platz finden.

Freilich kann es an Gehalt und Reichthum des Stoffes mit diesem sich nicht messen. Auf Wissenschaftlichkeit und bildende Kraft im höhern Sinne macht es keinen Anspruch; des Verfassers Hauptaufgabe sollte die Darreichung praktisch nutzbaren Stoffes sein, und Bequemlichkeit und leichte Handhabigkeit der Schrift war sein zweites Augenmerk. Die ausführlich mitgetheilten Maſs-, Gewichts-, Münz- und Wechselverhält- nisse machen bei jedem Staate den Schlufs. Daſs die deutschen Staaten, wie auch bei Becher, Nischwitz und v. Reden, vor den andern europäischen und diese wieder vor den Ländern fremder Erdtheile berücksichtigt worden sind, ist ganz verständig. Dafür aber,

*) Vergleichende Culturstatistik der Gebiets- und Bevölkerungsverhältnisse der Groſsstaaten Europa's. Berlin, 1848.