Aufsatz 
Revision der deutschen handelsgeographischen Literatur, hauptsächlich aus dem Gesichtspunkte des Schulbedürfnisses / [Janson]
Entstehung
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13. A. MNschuvitz.

Handelsgeographie und Handelsgeschichte. Ein Handbuch für Handels-, Gewerbs-, Real- und andere höhere Schulanstalten, sowie für Kaufleute, Fabrikanten, Staats- und Geschäftsmänner. 1. Theil 1835, 2. Theil 1838, 3. Theil 1845.

Hierher gehören nur Theil 2 und 3. Der erste, der mir in seiner ursprünglichen Gestalt leider nicht vorliegt, hat als Schulbuch mehrere Auflagen erlebt und wird weiter unten zur Besprechung kommen. In Beziehung auf die Behandlung des Gegenstandes folgt Nischwitz der beschreibenden Methode. Das statistische Material ist auf das Noth- wendigste beschränkt. Eine durch das ganze Buch sich gleich bleibende Ordnung und Aufeinanderfolge des Stoffes zeigt sich. Ueberall behandelt er nach kurzer Angabe von Gröſse, Eintheilung, Gebirgen und Flüssen, dem Wichtigsten aus der politischen und physikalischen Geographie, zunächst, bald mehr, bald minder ausführlich, die Handels- producte des Landes, nach den 3 naturgeschichtlichen Reichen geordnet. Was davon in den auswärtigen Handel kommt, ist besonders hervorgehoben. Alsdann wird die gewerb- liche und industrielle Entwickelung geschildert nach den Artikeln, die sie dem innern und äufsern Verkehre zuführt. Endlich folgt das handelsgeschichtliche Element, welches bei der Zusammenstellung der Aus- und Einfuhr statistisch wird und in der schliefslichen Aufzählung der Handelsplätze zur Beschreibung wieder zurückkehrt. Auch bei hervor- ragenden Handelsorten, deren wechselnde Handelsbedeutung dazu Anlaſs gibt, bringt Nischwitz handelsgeschichtliche Auseinandersetzungen. Indem er seine ausführlicheren Schilderungen auf die wirklich wichtigen Handelsemporien beschränkt und deren mer- cantile Beziehungen darlegt, verschafft er dem Leser einen Ueberblick, der bei Heran- ziehung der Verkehrsorte dritten und vierten Ranges verloren ginge. Wie Crüger, dem er auch darin ähnelt, daſs er die einzelnen Handelsplätze mehr commerciell als industriell auffaſst, gilt ihm ein bestimmtes Handelsgebiet oder ein im Handel tra- ditionell gewordener Begriff mehr als die hergebrachte Sonderung in Ländermassen nach geographischer Zusammengehörigkeit. Die Levante steht ihm höher, als der poli- tische Unterschied zwischen den zugehörigen Ländern. Nischwitz unterscheidet sich indessen darin wieder von Crüger, daſs er nicht die Beziehungen irgend eines Handels- gebietes zu einer Stadt oder einem Lande vorzugsweise aufsucht, sondern die Aus- tauschverhältnisse möglichst allseitig darstellt, wie Becher. Gleich diesem macht er bei England die Bilanz im Verkehre mit sämmtliehen Haupthandelslänqdern, enthält aber weniger Detail und weniger Statistik.