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die in einem oder mehreren Leſeſtücken vorgekommenen Wörter in der Weiſe, wie es Kühn(a. a. O.) vor⸗ ſchlägt, d. h. nach der Bedeutung und den Wortarten geordnet, zu repetieren.
Was das Memorieren der Wörter betrifft, ſo laſſe man dies nicht eher vornehmen, als bis man durch wiederholtes Vorleſen und Nachleſen eine gewiſſe Garantie dafür hat, daß ſich die Schüler nichts lautlich Falſches einprägen. Durch das häufige Ausſprechen der Wörter in der Klaſſe wird auch die häusliche Aufgabe ſehr erleichtert. Wenn Baumgarten(in Schmid's Encyclopädie, II, 687), von dem Grundſatze ausgehend: „Der ganze franzöſiſche Elementaruntenricht beruht nicht auf dem geleſenen, ſondern auf dem gehörten und geſprochenen Worte“, verlangt, daß der Schüler das Wort erſt dann gedruckt zu Geſicht bekommen ſoll, wenn er es vollkommen in ſein Gedächtnis aufgenommen hat, und daß das häusliche Auswendiglernen, wenig⸗ ſtens im ganzen erſten Jahre, wegfallen müſſe, ſo dürften ſich gegen die erſtere dieſer beiden Forderungen die oben gelegentlich der Orthographie geäußerten Bedenken erheben, gegen die zweite ſpricht die beſchränkte Zeit, die ſorgfältiges Ausnutzen jeder Stunde erheiſcht, um die dem Unterricht obliegende Aufgabe zu bewältigen.
Im vorhergehenden iſt der Verſuch gemacht worden, den in der Plötz'ſchen Elementargrammatik vor⸗ geſchriebenen Lehrgang mit den Beſtrebungen der Reformer einigermaßen in Einklang zu bringen, und es ſind im Verlaufe der Darſtellung die einzelnen dieſem Zwecke dienenden Unterweiſungen, Uebungen und Mani⸗ pulationen nach einander beſchrieben und, wo es nötig ſchien, begründet worden. Es muß nun zum Schluß noch daran erinnert werden, daß ſelbſtverſtändlich in der einzelnen Unterrichtsſtunde je nach Bedürfnis und Zeit immer mehrere Zweige der geſchilderten Methode zur Anwendung kommen müſſen. Wird dies in ge⸗ eigneter Weiſe vom Lehrer ausgeführt; verſteht er es, innerhalb des gegebenen Rahmens durch Abwechslung im Unterricht, durch Erwecken eines gewiſſen Intereſſes bei den Knaben, durch Anleiten derſelben zu eignem Schaffen und regem Zuſammenarbeiten auf die Schüler einzuwirken, ſo werden dieſe, trotz des anfänglichen „Kauens“ von Einzelſätzen, dem Unterrichte mit Luſt und Liebe folgen, ſo wird der Lehrer ſo lange wenigſtens einigermaßen befriedigende Reſultate zu erzielen im ſtande ſein, bis die von den Anhängern der Reform des neuſprachlichen Unterrichts angeſtrebte Methode ſo weit verbeſſert ſein wird, daß ſie die Erfolge vielleicht auf zeinem leichteren und ſchnelleren Wege verſchafft.
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