Aufsatz 
Animadversiones ad L. Annaei Senecae philosophi scripta
Entstehung
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des Casus), Exercit. aus Halm, II, 1. Alle 3 Wochen eine Klassenarbeit. Xen. Hell. VI. 2, VII. Herod. Bch. V bis Kap. 103. 5 St. Froeling. Odyss. Ges. XXXXIV. Memo- rieren von Versen. 2 St. Im S. Froeling im W. Schulze.

3. Deutsche Sprache. Im Sommer: Gelesen und erklärt wurden hervorragende Abschnitte des Nibelungenliedes; ausserdem Jungfrau von Orleans, gelesen, besprochen u. z. T. memoriert ausgewählte Gedichte von Schiller, Goethe, Uhland u. a. Uebungen im Dispo- nieren. Kontrolle der Privatlektüre Im Winter: Gelesen und erklärt wurden vaterländische Gedichte von Arndt, Rückert, Schenkendorf; Uhland, Ernst von Schwaben, Herders Cid, Ge- dichte von Walther v. d. Vogelweide und von Goethe; privatim IIa: einige Bücher von Goethes Dichtung und Wahrheit, Egmont; IIb: Archenholtz, siebenj. Krieg u. Goethes Goetz. Vorträge im Anschluss an die Privatlektüre. Uebersicht über das bisher in Metrik und Poetik praktisch Gelehrte. Alle 4 Wochen ein Aufsatz, darunter 4 Klassenaufsätze.

Bearbeitet wurden folgende Themata 1) a. In welcher Weise bereitete sich Cicero auf seinen Beruf als Redner vor? b. Was erfahren wir vom Sänger des Nibelungenliedes über Siegfrieds Erziehung u. Schwert- leite? 2) a.Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis. b. Inwiefern kann man das Lied von der Glocke einen Hymnus auf das Bürgertum nennen? 3) a. Welche mutmasslichen Folgen würde das Ge- lingen der Katil. Verschwörung für Rom gehabt haben? b. Durch welche Mittel entdeckte Cicero die Katil. Verschwörung?(Klausur). 4) a Welche Beweggründe veranlassen die Jungfrau von Orleans zur Rettung ihres Vaterlandes? b. Was erfahren wir aus dem Munde der Angehörigen über den Charakter der Jungfrau von Orleans? 5) a. Welche Umstände führen die Schuld der Jungfrau von Orleans herbei? b. Mit welchem Rechte kann man die Perserkriege den Freiheitskampf der Hellenen nennen? 6, a. Durch welche Mittel sucht Rückert in den geharnischten Sonetten die Deutschen zum Freiheitskampfe anzufeuern? b. Welche Reihe von Gefühlen durchläuft der Dichter in denGräbern zu Ottensen? 7) a. Rede des Alkibiades in Athen nach seiner Rück- kehr. b. Rede des Leonidas an die in den Thermopylen ausharrenden Spartiaten. 8) a. Beschreibung des Niederwalddenkmals. b Beschreibung des Prellerschen BildesHektors Abschied. 9) a. Welche Gefühle weckt und stärkt Geibel durch seine vaterländischen Gedichte? b. Wodurch mildert Homer das Grauenvolle des Freier- mordes? 10) a. Alteri vivas oportet, si tibi vis vivere. b. Nihil agendo homines male agere discunt(Chrie). 11) a. Welche Gebote der Ehre erscheinen dem Cid als unabweisbar? b. Wie macht uns Uhland in seinem Ernst von Schwaben mit den früheren Schicksalen des Helden bekannt? 12) noch unbestimmt. 2 St., im Som- mer Bauder, im Winter: Schulze.

4. Französische Sprache. Grammatik: Lehre von dem Pronomen, Casus der arben und Infinitiv, nach Ploetz, Schulgrammatik Lekt. 70 ff. Exercitien und Extemporalien. L ktüre: Frédéric le Grand, Histoire de la guerre de sept ans, I. Tl., ed. F. Fischer (VYelhagen& Klasing), 1881 und Delavigne, Louis XI., ed. Ph. Plattner(Dickmann'sche Sammlung, Leipzig, Renger). 2 St. Proescholdt.

5. Mathematik. Geometrie; Ebene Trigonometrie. 2 St Glaser. Algebra: Kettenbrüche und diophantische Gleichungen, reciproke und kubische Gleichungen. 2 St. Glaser.

6. Physik. Erklärung der wichtigsten Erscheinungen aus dem Gebiete des Mag- netismus, der Elektricität und der Akustik. 2 St. Spranck.

7. Geschichte. Griechische Geschichte und römische bis zum 1. punischen Kriege.

Fortwährende Repetition der übrigen Partieen. Speciell die brandenburg-preuss. Geschichte. 2 St. Bauder.

8. Hebräische Sprache Wiederholung und Erweiterung des Pensums der Ilb. Die Elemente der Sprache, starkes Verbum mit Suffixen, starke und schwache Nomina. Schwaches Verbum; Nominal-Flexion; Nominal-Suffixe; Partikeln mit Suffixen; Ueber- setzen: nach der Grammatik von Seffer. 2 St. Froeling.

Ober-Tertia. Ordinarius: Ordentlicher Lehrer Dr. Bauder.

1. Deutsche Sprache. Einführung in die Poetik. Lesen, Erklären und Nach- erzählen prosaischer und poetischer Stücke aus Hopf und Paulsiek für III. Deklamieren eines Teiles der von Hopf und Paulsiek zur Aufnahme in den Kanon vorgeschlagenen Gedichte. Wiederholung des Wörterverzeichnisses und der Interpunktionslehre, sowie der Grammatik. Alle 4 Wochen ein Aufsatz nach vorheriger Besprechung im Anschluss an die deutsche und lateinische Lektüre, sowie über Erlebnisse, Diktate. Kontrolle der Privatlektüre der Schüler. Kombiniert mit Sekunda der Realsch. 2 St. Bauder.