Vrgl. 49, 54, 65, 85, 130, 131, 142, 148, 159, 274, 314, 317, 324, 354, 385, 390, 402, 427, 432— 34, 503 (röm. Familiensinn), 640— 49, 668, 709, 726—29, 736, 776.— Vs. 92 u. 135 bekunden auch eine eigentümlich düstere Stimmung, zu der das hom. Vorbild fehlt.— 85 u. 91 vrgl. mit I 387 u. 546.—
Beachtenswert ist es vielleicht, dass der kränkliche Dichter wie I so auch hier und sonst die Müdigkeit so sehr betont(109, 285, 565, 739.) Sie ist ja in der Sache begründet, aber dass der Dichter sie so oft konstatiert, hat wohl in seinem Empfinden den Grund(so könnte auch IV 467, 68 mit den Träumen des den Tod ahnenden Dichters zusammenhängen). Daher schildert er auch Vs. 253 und 268, 69 den Schlaf so empfindungsvoll.—
Noch einige Worte über die Vergleiche.
Das Bild 304— 308 ist aus 3 hom. Bildern zusam- mengefügt. Vs. 304 stört verglichen mit 307 die Ein- heitlichkeit des Vergleiches, Vs. 306 entspricht dem In-
teressenkreis des Dichters der Georgica.— 377—381 ist von Il. III 33— 35 abhängig. Vergil hat zu anguem improvisum gesetzt, statt der waldigen Talschlucht: aspris sentibus, statt des einfachen Sehens: pressit humi nitens, statt:„Blässe trat auf seine Wangen“ heisst es trepidus repente refugit. Dazu kommt noch 381.— 416— 419 er- innert an Il. 9, 4—7 ist aber ganz frei gearbeitet. Zu 470— 475 ist Il. 22, 93— 95 zu vergleichen. Man wird dabei zugleich die Selbständigkeit der Ausführung er- kennen. Bei Hlomer ergiebt sich alles aus dem Fressen der Giftkräuter, während bei Vergil daneben die Ver- jüngung im Frühjahr die Hauptrolle spielt.— 496— 500 sind ohne hom. Vorlage, entsprechen aber dem Gesichts- kreis des ländlichen Dichters; ebenso 516.— Der Ver- gleich 626— 631 ist mit Il. 4, 482— 487 Apoll. IV. 1680 ff. zu verbinden. Eine Vergleichung zeigt, dass durch Vergil dem Ganzen mehr Seele verliehen worden ist.


