64
Caſſel, den 7. April 1888. Die von Euler beſorgte Ausgabe von Jahns Werken wird zur An⸗ ſchaffung für die Bibliothek empfohlen.
Caſſel, den 1. Mai 1888. Übermittelung eines Exemplars der in miniſteriellem Auftrage auf⸗ geſtellten Regeln über die Konſervierung von Altertumsgegenſtänden.
Caſſel, den 15. Mai 1888. Die den Generalſuperintendenten zuſtehende Befugnis einer Reviſion des evangeliſchen Religionsunterrichtes wird in Erinnerung gebracht und der bei ſolchen Reviſionen ein⸗ zuhaltende Geſchäftsgang vorgezeichnet.
Caſſel, den 2. Juni 1888. Das bei Mittler und Sohn in Berlin erſchienene„Merkbuch, Alter⸗ tümer aufzugraben und aufzubewahren“ wird zur Anſchaffung für die Bibliothek empfohlen.
Caſſel, den 23. Juni 1888. Der etatsmäßig beſtellte Gymnaſialdiener hat ſo wenig wie ein etats⸗ mäßiger Lehrer Anſpruch auf Schulgeldbefreiung für ſeine Söhne.
Caſſel, den 9. Juli 1888. Bibliotheksordnung.
Caſſel, den 14. Auguſt 1888. Überſendung von drei Exemplaren von Attenſtücken z zum Regierungs⸗ antritt Sr. Majeſtät des Kaiſers und Königs Wilhelm II.
Caſſel, den 17. Auguſt 1888. Die Geburts⸗ und die Todestage der in Gott ruhenden Kaiſer Wilhelm I. und Friedrich ſollen fortan als vaterländiſche Gedenk- und Erinnerungstage begangen werden.
Caſſel, den 22. Oktober 1888. Eine Befreiung von der Entrichtung des Eintrittsgeldes und der Gebühr für die Ausfertigung eines Abgangszeugniſſes iſt unſtatthaft.
Caſſel, den 18. Februar 1889. Das Übereinkommen der deutſchen Bundesregierungen über die gegenſeitige Anerkennung der von den Gymnaſien bezw. Realgymnaſien(Realſchulen 1. Ordnung) aus⸗
geſtellten Reifezeugniſſe wird mitgeteilt.
III. Chranik des Gymnaſiums.
Das neue Schuljahr wurde am 9. April 1888 in herkömmlicher Weiſe eröffnet. Die beiden Kandidaten Sprengel und Bode wurden nach Beendigung ihres Probejahres auf ihren Wunſch als unbeſoldete Hülfslehrer weiter beſchäftigt und zwar erſterer während des Sommerhalbjahres, letzterer das ganze Schuljahr hindurch.
Georg Sprengel, geboren zu Caſſel am 1. November 1863, ev. Konf, war Schüler des hieſigen Gymnaſiums bis Oſtern 1881, ſtudierte darauf in Marburg, München und Leipzig Philologie und Geſchichte und beſtand in Marburg am 4. Februar 1887 die Lehramtsprüfung.
Karl Bode, geboren zu Caſſel am 22. Juni 1863, ref. Konf., beſuchte das Gymnaſium ſeiner Vaterſtadt, ſtudierte in Berlin und Marburg Philologie und Geſchichte und beſtand an letzterer Univerſität am 20. Mai 1887 die Lehramtsprüfung.
Zur Ableiſtung ſeines Probejahres wurde dem Gymnaſium zu Oſtern 1888 der Kandidat des
höheren Schulamtes Hugo Handwerck zugewieſen.
Durch Allerhöchſte Kabinetsordre vom 16. Mai erhielt Oberlehrer Dr. Kius den von ihm nachgeſuchten militäriſchen Abſchied und zwar mit dem Charakter als Hauptmann.
Bei den im Anfange des Monats Juni hier veranſtalteten Aufführungen des Herrigſchen Luther⸗ feſtſpiels wirkte der Geſangchor des Friedrichs⸗Gymnaſiums durch Choralvorträge mit.
Am 5. Juni unternahmen ſämtliche Klaſſen(Sexta tags zuvor) Ausflüge unter der Leitung ihrer Ordinarien.


