Aufsatz 
1) Beschreibung des Schulgebäudes. 2) Bericht über die Einweihungsfeier
Entstehung
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in den Räumen der Schillerschule eröffnet worden war, begann das Baubureau für

den Neubau der Anstalt seine Tätigkeit(Juli 1909). Am 11. Oktober wurde der erste Spatenstich auf dem von der Stadt Frankfurt a. M. zur Verfügung gestellten Gelände getan, und noch im selben Jahre wurden die Fundamente herausgearbeitet. Als Bauzeit waren 2 ½ Jahre vorgesehen, die Ingebrauchnahme des neuen Gebäudes für den 1. April 1912 beabsichtigt. Als jedoch die Bauarbeiten rascher als vorgesehen voranschritten und die neue Schule sich bereits im Spätsommer 1911 ihrer Vollendung näherte, genehmigte das- nigliche Ministerium für geistliche und Unterrichtsangelegenheiten, dass die inzwischen bis zur Quarta herangewachsene Anstalt bereits im Herbste 1911 das eigene Heim beziehen dürfe. Die Feier der Einweihung wurde auf den 16. Oktober festgesetzt.

Das Gebäude.

Das von der Stadt Frankfurt a. M. an die Unterrichtsverwaltung abgetretene Gelände mit einem Flächeninhalt von 50 a erstreckt sich in 60 m Länge auf der Ostseite der Schwei- zerstrasse zwischen Kaulbach- und Hedderichstrasse und ist 79 88 m tief(vgl. den bei- gegebenen Lageplan). Auf diesem Gelände ist das Schulgebäude nach den im Ministerium der öffentlichen Arbeiten unter Oberleitung des Herrn Geheimen Oberbaurats Delius ent- worfenen Plänen so weit nach Osten gerückt, dass es von der verkehrsreichen Schweizer- strasse durch den durchschnittlich 45 m breiten, mit jungen Platanen bepflanzten Schulhof getrennt ist.

Die Gesamtanlage gliedert sich in einen nordsüdlichen Hauptbau, der nach seiner Be- stimmung als das eigentliche Klassengebäude bezeichnet werden kann, und zwei auf dessen Ostseite ansetzende Flügelbauten, die einen Hinterhof einschliessen. In der Umwährung des Schulhofes befindet sich an jeder der drei begrenzenden Strassen ein Eingangstor. Das an der Hedderichstrasse führt in eine auch vom Hofe zugängliche offene Vorhalle, die mit äusserer Treppenanlage versehen ist; von hier aus gelangt man zu dem Haupttreppen- haus der Schule, ein zweiter Eingang entspricht der Nebentreppe bei dem nördlichen Flü- gel. Im Erdgeschoss ¹) befinden sich zwischen den beiden Eingängen drei Klassenräume verschiedener Grösse und das Pedellenzimmer bei dem Haupteingang. Im südlichen Flügel ist zu ebener Erde die 10% 20 m grosse Turnhalle untergebracht mit Ankleideraum, Ge- räteraum und kleinem Lehrerzimmer; im nördlichen Flügel liegen das Lehrerzimmer und das Amtszimmer des Direktors, zwischen beiden das Vorzimmer, das zugleich als Elternsprech- zimmer dient. Die beiden Obergeschosse sind ähnlich eingeteilt. Die Klassenräume ent- sprechen genau den unteren, nur ist der südliche im zweiten Stock als Chemiesaal einge- richtet; die Räume über den Eingängen und dem Pedellenzimmer sind für Sammlungs- zwecke bestimmt; ein 7. Sammlungsraum befindet sich im zweiten Obergeschoss auf der Rückseite. UÜber der Turnhalle liegt die 8 m hohe Aula, die sich durch beide Stockwerke ¹) Vel. zum folgenden die beigefügten Grundrisse. Für die Herstellung des Lageplans und der Grundrisse sind

mir von Herrn Baurat Brinkmann die Pläne des Kgl. Hochbauamtes in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt worden. Die Baubeschreibung stützt sich zum Teil auf Angaben des Herrn Regierungsbaumeisters Otto,

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Ba nachdem die erste Klasse des Kgl. Sachsenhäuser Gymnasiums am 19. April 1909