Aufsatz 
Frankreich und seine Bevölkerung / von L. Hölting
Entstehung
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Studien halber nach Paris und wurde Ostern 1869 als beauftragter Lehrer an die hiesige Realschule erster Ordnung berufen.

10. Dr. Carl Friedrich Gustav Vogt, geboren am 18. März 1839 zu Cassel, studirte 1857 1861 zu Marburg und Göttingen Mathematik und Naturwissenschaften, nahm 1861 eine Docenten- stelle an der Medical School of S. Mary's Hospital zu London an, begleitete i. J. 1865 Dr. Burdon-Sanderson als Assistent auf einer wissenschaftlichen Reise nach Danzig, kehrte 1867 nach Cassel zurück, und wurde Ostern 1869 als beauftragter Lehrer an die hier gegründete Realschule erster Ordnung berufen.

11. Georg Christian Lange, geboren am 15. Juni 1830 zu Sooden bei Witzenhausen, wurde 1847 1850 im Seminar zu Homberg zum Lehrer gebildet, versah 1850 1851 die Con- rectorstelle zu Homberg, wurde am 1. April 1851 Lehrer der Stadtschule zu Eschwege, 1852 1856 an der Garnisonsschule, 1856 1869 an der städtischen Töchterschule zu Cassel, und ging von dort Ostern 1869, zunächst als Elementarlehrer, an die hiesige Realschule erster Ordnung über.

12. Bernhard Christian Schafft, geboren am 17. Februar 1841 zu Homberg in Hessen, studirte

1861 1864 zu Marburg und Erlangen Theologie, wurde Pfarrvicar der Hofgemeinde zu Cassel und übernahm Ostern 1869 als solcher den Religionsunterricht der Realschule erster Ordnung.

13. Carl Glinzer, geboren am 11. Februar 1802 zu Breitenau bei Melsungen, Maler, übernahm Ostern 1869 den Zeichenunterricht der Realschule erster Ordnung.

Nachdem der Director sich am 3. April 1869 dem Lehrercollegio vorgestellt, mit demselben in mehreren Conferenzen den Lehrplan der neuen Anstalt berathen und die angemeldeten Schüler, 299 an der Zahl, am 8., 9., 10. und 12. April geprüft und nach Befund ihrer Kenntnisse den Classen Sexta bis Tertia inclus., in je zwei Cötus, zugetheilt hatte, wurde das gesammte Lehrer- personal am 14. April 1869 im grossen Saale des Rathhauses, in Gegenwart der städtischen Behörden durch den königl. Provinzial-Schulrath Herrn Dr. Rumpell und den Herrn Oberbürgermeister Nebelthau feierlich installirt, worauf, nach inzwischen erfolgter Herstellung des provisorischen Schullocals und nach Beschaffung der nothwendigsten Lehrmittel, am Montage, den 19. April, der regelmässige Unterricht beginnen konnte. Aus naheliegenden Gründen waren zunächst manche äussere und innere Schwierigkeiten von der jungen Anstalt zu überwinden. Der Mangel eines Spielplatzes oder auch nur grösseren Hofraumes nöthigte uns, und nöthigt uns noch heute, die Schüler auf den ziemlich entlegenen Turnplatz zu führen und zu dem Ende die Pause auf 30 Mi- nuten auszudehnen, von 9 ¾ bis 10 ¼ Uhr. Der Turnunterricht, welchen Dr. Hornstein in wöchentlich 4 Stunden ertheilt, kommt einstweilen, aus Mangel an genügendem Raume, nur den Schülern der Tertia und Quarta in vollem Maasse zu Gute und wird sich erst nach der in Aussicht genommenen Beschaffung eines am Schulhause liegenden Turnplatzes und einer geeigneten Turnhalle in normaler Weise entwickeln können. Auch wird der Gesangunterricht und das ganze geistige Zusammenleben der Anstalt durch den Mangel eines Versammlungssaales einstweilen noch merklich beeinträchtigt. Gemeinsame Morgenandachten und Schulfeierlichkeiten sind uns bis jetzt voll- kommen versagt; selbst der Geburtstag Sr. Majestät des Königs konnte nur durch getrennte Ansprachen der Lehrer in den einzelnen Classen festlich begangen werden, und für die demnächst