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als die Römer sich hierfür an ihm rächen wollten, trotz seiner grossen Tapferkeit unter- werſen, da es bei schlechter Bewaffnung und Mangel an Disciplin einem kriegsgeübten Heere nicht Stand halten konnte. Misshandelt von den Prätoren, schickten sie Gesandte nach Rom, die bekanntlich in die Catilinarische Verschwörung verwickelt wurden.
Südlich von ihnen wohnte ein anderer gallischer Volksstamm, die Vocontii, denen die Stadt Vaison gehörte und die stark mit Ligurern vermischt waren. Mit den Burgundern kam das germanische Element hinzu; die Westgothen, Lombarden und Araber machten nur Durchzüge, ohne neue Elemente in der Bevölkerung zurückzulassen.
Das Land bildete ursprünglich einen Theil des Königreichs Burgund und war in Graf- schaften getheilt; den französischen Königen wurde es unter der Bedingung abgetreten, dass es als Apanage für ihre ältesten Söhne dienen sollte. Da die Grafen in ihrem Wappen einen Delphin führten, so erhielt daher bekanntlich die Provinz ihren Namen und der fran- zösische Thronfolger den Titel Dauphin.
Vor der Annexion an Frankreich herrschte nur die langue d'oc im Lande, sie wurde jedoch in den Städten seitdem verdrängt, bei den Bergbewohnern dagegen sind sogar noch Spuren der alten gallischen Sprache ziemlich deutlich bemerkbar. In der Nähe der Provence- und des Languedoc gehen die verschiedenen Dialecte(dauphinois, provençal und languedocien) in einander über.
Was die Körperconstitution betrifft, so hat sich der gallische Typus im Norden er- halten, im Süden finden wir dunkele Gesichtsfarbe, braunes Auge, schwarze Haare und ovales Gesicht.
Die Bewohner des Landes waren schon frühe sehr freisinnig. Die Waldenser, zugleich ausgezeichnet durch Einfachheit und Reinheit der Sitten, traten zuerst gegen die Oberherr- schaft der römischen Kirche auf. In der Revolutionszeit thaten sich die Dauphinois sehr durch ihren Eifer für die revolutionäre Sache hervor und 1815 empfingen sie Napoleon feierlich in Grenoble, indem sie ihn als den Vorkämpfer der Revolution gegen die Restauration begrüssten. Auch hat der Osten in Rousseau seinen Mann zur Revolution gestellt, wie der Süden Montesquieu(Bordeaux) und das Centrum Voltaire(Paris).
Die Bevölkerung zeichnet sich durch grosse Lebhaftigkeit, Intelligen⸗ und Thätigkeit aus. Sie wird in dieser Hinsicht am besten durch ihren Landsmann Condillac vertreten, während sich in Bayard ihr hoher Sinn für Tapferkeit und Loyalität gipfelte. Auch Championnet's militärische Klugheit und die Beredtsamkeit eines Barnave und Monnier dürfen nicht unerwähnt bleiben.


