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somit der Wohnplatz des Menschen. Schon in frühester Zeit versuchten Ge- lehrte und Künstler ein Abbild der Erde darzustellen, so Anaximander von Milet um das Jahr 550 v. Chr., Archimedes im 3. Jahrhundert n. Chr. In Deutschland that dies zuerst Johann Müller von Königsberg in Franken um das Jahr 1460(Regiomontanus) und Martin Behaim in Nürnberg, dessen Erdkugel noch heute dort aufbewahrt wird. Ein vorzüglicher Erdglobus wurde im 16. Jahrhundert von Gerhard Kaufmann(Mercator) aus Plandern für Kaiser Karl V. hergestellt. Ein von ihm verfertigter einfacherer befindet sich in der hiesigen Stadtbibliothek. Diese Globen nannte man Erdgloben. Aber nicht blos von der Erde, sondern auch von dem Himmel suchte man sich Abbilder zu verschaffen. Man nannte sie Himmelsgloben. Der erste Himmels- globus wurde wahrscheinlich schon 1500 Jabre vor unserer Zeitrechnung hergestellt.
Der Name. Das Wort Globus stammt aus dem Lateinischen und heifst auf deutsch Kugel oder Ball. Daher sprechen wir von der Erde auch als vom„Erdball“. Eine Kugel erhält aber erst dann mit Recht den Namen Globus, wenn auf ihr die Erdteile, Meere, Gebirge und Flüsse u. s. w. durch Zeichnung angedeutet sind.
Jeder Erdglobus ist nur ein verkleinertes Abbild der Erde.
Ein solches verkleinertes Abbild stelle ich nun hier auf den Tisch.
Bemerkung. Der erste für die Entwickelung zu benutzende Globus soll einen Durchmesser von 10 cm(aus weiter unten zu erklârenden Gründen) haben, ferner nur aus Kugel, Fufsgestell, Achse, Orientierungsnetz und der Zeichnung für Erdteile und Meere bestehen..
Die Kugel erhält die Meridianstellung.(Pole und Fuſs des Globus liegen in einer geraden Linie.)
Veranschaulichung. Was stellt also diese Kugel dar? Die Erde!
Woran ist die Kugel befestigt? An einem Gestelle!
Wodurch? Durch ein Eisenstäbchen!
Sehet euch dieses genauer an!
Wo ist seine Fortsetzung? In der Kugel!
Auf welcher Seite der Kugel kommt die Verlängerung wieder zum Vorschein? Auf der entgegengesetzten!
Erklärung. Die Kugel ist also am Gestelle durch ein Eisenstäbchen befestigt. Dieses Stäbchen hat eine Verlängerung, die durch die Kugel hin- durchgeht; sie kommt auf der entgegengesetzten Seite wieder zum Vorschein, und endet aufserhalb der Kugel mit einer zapfenartigen Verlängerung. Eine ähnliche Verlängerung befindet sich da, wo die Kugel auf dem Fulsgestelle aufsteht. Um dieses Stäbchen und seine beiden Zapfen läfst sich die Kugel drehen und zwar von links nach rechts oder umgekehrt.


