Aufsatz 
Das geographische Pensum der Sexta an höheren Schulen in Bezug auf Inhalt und Methode / von Franz Höfler
Entstehung
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25. Das Kartennetz. Der Stadt- und Landkreis Frankfurt. Die Behörde.

Zur Entwicklung der politischen Verhältnisse wird eine neue Karte angelegt. Dafür werden zuerst die Mittagslinien und Parallelkreise in den oben angegebenen Entfernungen ge- zogen, nachdem zuvor das die Karte einrahmende Viereck hergestellt worden ist. Nachdem dies geschehen, werden die bekannt gewordenen geographischen Objekte in das Net=z eingezeichnet. Während des Einzeichnens müssen die Schüler die durchgenommenen Punkte nach Lage und Entfernungen anzugeben versuchen. Irrtümer und falsche Antworten werden nicht aus⸗

bleiben, aber immer mehr verschwinden, je vertrauter sie mit dem Bilde des dargestellten Landes werden.

Nachdem die Karte gezeichnet und die gelernten Orte eingetragen sind, wird gefragt: Wie heißt der Wald zwischen Frankfurt und dem Forsthause? Stadtwald!

Welche Forsthäuser liegen darin?

Wem gehören sie?

Wo liegt die Goetheruhe? Die Warte?.

Zu welchem Gebiete gehören also alle genannten Punkte? Zum Stadtgebiete Frankfurt!

Erklärung: Nun haben wir eine Menge von Orten und Städten kennen gelernt und ihre Lage bestimmt.

In allen wohnt eine größere oder geringere Anzahl von Menschen, die gemeinsame Interessen aneinander knüpfen. Die Menschen leben in Gesellschaft. Sie bilden Vereinigungen, an deren Spitze ein Oberhaupt steht. Die kleinste Vereinigung derart ist die Familie; das Oberhaupt der Familie, der Vater, hat für die Erhaltung der Seinigen zu sorgen und dieselben zu beschützen. Er erzieht die Kinder, damit sie allmählich in die Lage kommen, sich selbst zu erhalten und fortzubringen. Alle Familien eines Ortes bilden eine Gemeinde; leben sie in einer Stadt beisammen, so heißt sie Stadtgemeinde, auf dem Lande, Land- oder Dorfgemeinde.

Wie die Familienmitglieder oft nicht alle in ein und demselben Hause beisammen leben, sondern häufig weit und breit zerstreut, trotzdem aber zur Familie gehören, so verhält es sich auch mit den Gemeindemitgliedern. Nicht ploß die in der Stadt oder im Dorfe lebenden Familien bilden die Stadt- oder Landgemeinde, sondern alle im Stadt- oder Dorfgebiete wohnenden. Alle Leute also, die auf den Forsthäusern, bei der Goetheruhe, an den Warten wohnen, gehören zum Stadtgebiete von Frankfurt und bilden mit die Frankfurter Stadtgemeinde; zühlten wir sie alle zusammen, so erhielten wir etwa die Zahl 160 000; das ist die Einwohnerzahl oder die Bevölkerung des Stadtgebietes von Frankfurt.

Zeiget nochmals alle Punkte, die zum Stadtgebiete gehören!

Nun ziehen wir mit dem roten Stifte eine gestrichelte Linie um diéses Gebiet herum. Was sagt uns diese Linie?

Wie nennen wir sie?.

Jetzt werden die Orte Eckenheim, Preungesheim, Berkersheim, Bonames, Niederursel, Heddernheim, Praunheim, Ginnheim, Hausen, Rödelheim, Bockenheim, Niederrad, Oberrad gleich- falls in die Karte eingetragen und gefragt: Was ist Hausen? Praunheim? u. s. w. Was bildet Hausen mit seinem Gebiet? Operrad? u. s. w. Antwort: eine Gemeinde!